Einfache Sprache und Inklusion mit Dr. Phyllis Mania
Shownotes
Wie geht Einfache Sprache in der Wissenschaftskommunikation? Und kann ich einfach mein Projekt nachträglich zugänglicher machen? Davon erzählt Dr. Phyllis Mania in dieser Folge anhand des Ausstellungsobjekts "Der Neutronenstern". Und sie berichtet auch, was sie aus der Organisation einer Veranstaltung gelernt hat und für eine inklusivere Wisskomm heute anders machen würde.
Dr. Phyllis Mania arbeitet als Referentin für Wissenschaftskommunikation an der Goethe-Universität Frankfurt. Nach ihrer Promotion in Kognitiven Neurowissenschaften in Hamburg machte sie einen längeren Abstecher in die außerschulische Jugendbildung, bevor sie ins Unileben zurückkehrte. Dort leitete sie drei Jahre lang die Wissenschaftskommunikation eines Forschungsprojekts in der Astro- und Teilchenphysik und betreut seit letztem Jahr die naturwissenschaftlichen Fachbereiche.
Anregungen und Hinweise gerne an potluckderperspektiven@posteo.de.
Unterstützt wird der Podcast vom WissKomm-Kolleg - eine Initiative der Alfred Toepfer Stiftung und Claussen-Simon-Stiftung
Gemeinsam für eine inklusivere und gerechtere Wissenschaftskommunikation!
Design: Christina Zhu
Jingle: Matthias „Koschi“ Koschnitzke
Links zur Episode
E-Mail: hallo@phyllismania.de
Website: https://phyllismania.de/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/phyllis-mania/
Hier geht es zur Podcast-Folge mit Phyllis, in der sie über ihre eigene Erfahrung mit Neurodivergenz spricht (auf Englisch).
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Hier sind ein paar Weiterbildungen:
- https://bildung.lebenshilfe-nrw.de/de/fortbildung/ELearning/leichte-sprache/
- https://www.lebenshilfekoeln.de/de/veranstaltungen/termine/LeichteSprache.php
- https://www.lebenshilfe-hessen.de/de/fortbildung/bildungsprogramm/veranstaltungen/detailseite/leichte-sprache-und-einfache-sprache-erster-einstieg-kurz-und-knapp-5.html?gad_source=1&gad_campaignid=22257846909&gbraid=0AAAAADMacO-vSyiEQ_IyAe4OwfrDQCl-a&gclid=EAIaIQobChMIv9i80MarkgMV-6qDBx3DaRsEEAAYASAAEgIgAPD_BwE
Transkript anzeigen
00:00:00: Also ich glaube, die Angst falsch zu machen ... Ich weiß nicht ob man Angst haben muss.
00:00:05: Aber eine Sorge begleitet mich durchaus auch noch, weil es ist ein sensibles Thema.
00:00:11: Aber aus Angst hat gar nix zu machen!
00:00:13: Das war auf jeden Fall das falscheste.
00:00:14: So, das kann man schon mal sagen... Und ne?
00:00:21: Es ist glaub ich immer ganz viel.
00:00:24: Bevor ich jetzt über Informationen rede, ist so Haltungsfrage.
00:00:27: Wenn ich das wirklich wichtig finde und jeder sollte es wichtig finden Ich finde, das steht vielleicht auf einem anderen Blatt.
00:00:33: Aber wenn es mir anliegen ist... Da ist schon mal viel gewonnen und eben nicht über Leute reden, über Leute entscheiden sondern irgendwie für-und mit.
00:01:00: Und herzlich willkommen zu Podcast der Perspektiven!
00:01:04: Einem Podcast über inklusive Wissenschaftskommunikationen.
00:01:08: Ich bin Ju und komme hier mit Menschen zusammen, die zu Wissenschaftskommunikationen forschen oder die Wissenschaft kommunizieren – ob in der Kommunikationsabteilung einer Universität, in den Wissenschafts- journalistischen Artikeln auf der Bühne oder im Museum.
00:01:23: Und ich spreche hiermit Menschen, die abseits von Wissenschaftskomunikration zu den Themen Inklusion, Gerechtigkeit und barrierearme Räume arbeiten.
00:01:32: Gemeinsam wollen wir darauf schauen wie wir die Wissenschaftskommenikation inklusiver gestalten können.
00:01:38: Heute spreche ich mit Dr.
00:01:40: Phyllis Mania, die ihr gerade schon im Intro gehört habt.
00:01:43: Phyllis trinkt gerne guten Kaffee und ist – wie sie selbst sagt – nicht ganz zu heimlicher Nerd!
00:01:49: Sie kommt aus der Wiskumpraxis und arbeitet als Referentin für Wissenschaftskommunikation in Bereich Naturwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt.
00:02:00: Mit Phylliss spreche unter anderem über den Neutronenstern ein mobiles und interaktives Exponat das aus dem Forschungsklaster Elements entsprungen ist.
00:02:10: Sie erzählt, wie sie einfache Sprache als eine Möglichkeit barrierenabzubauen in das Projekt integriert hat.
00:02:17: Wir sprechen außerdem über unsichtbare Exklusionsfaktoren – wie Menschen von begebenden Strukturen an Teilhabe behindert werden und auch darüber was Filis in Zukunft bei der Planung von Veranstaltungen anders machen würde.
00:02:31: Nicht zuletzt sind Haltung- und Zugehörigkeit Thema.
00:02:37: Weil Phyllis eigentlich aus dem Bereich Psychologie kommt und in der biologischen Psychologie promoviert hat, habe ich sie zu Beginn auch zu ihrem Weg in die Viscom befragt.
00:02:45: Und welchen Aufgaben Sie heute in Ihrem Alltag begegnet?
00:02:48: Hier zählen wir beide auch wie wir uns kennengelernt haben!
00:02:52: Wenn ihr also vielleicht direkt mit dem Thema Viscom rein starten wollt dann hab' ich euch in den Show notes die Zeitstempel angegeben.
00:03:00: Ich hab mich super gern mit Phylliss unterhalten und hoffe Ihr könnt auch etwas aus Ihrer Praxis für Eure Mitnehmen.
00:03:07: Und jetzt ganz viel Spaß beim Zuhören.
00:03:30: Ja, wie ist das bei dir?
00:03:31: Ich habe gesehen auf deiner Innerhalbseite die ich auch super sweet finde, dass du guten Kaffee beispielsweise magst.
00:03:39: Hattest du heute schon Kaffees und wie trinkst du ihn am liebsten?
00:03:43: Ich hatte einen Kaffe, ich würde schon fast sagen es ist zu wenig.
00:03:47: Jetzt um die Zeit!
00:03:49: Ich versuche den ersten eigentlich ein bisschen später zu trinken aber es gelingt mir nicht immer Irgendwas zwischen cappuccino oder wahrscheinlich würde man sagen flat white.
00:04:01: Also es ist ein doppelter Espresso mit nicht ganz so viel Milchschaum und wir haben, ich würde sagen eine solide Kaffeemaschine.
00:04:10: Wir haben aber jetzt kein Barista-Schiff oder sowas zu Hause.
00:04:16: Und auch keine Geduld.
00:04:17: also kein voll Automat Aber wir malen noch die Bohnen, aber wenn das zu viele Schritte Ja, dann wird es schwierig.
00:04:28: Aber das ist ja auch eine Kunst, also da den richtigen Mal grad zu haben und so... Das ist dann gut schmeckt!
00:04:34: Deswegen bleiben wir auch immer... Also wir hatten ganz lange eine Bohne, haben dann irgendwann mal gewechselt, dass hat auch gut funktioniert.
00:04:41: und jetzt haben wir zum Beispiel ne ganz tolle, glaube ich, tolle Weihnachtengeschenke bekommen.
00:04:45: halt nur so ein kleines Zwei-Fünfzig Gramm Päckchen und der Mal grad stimmt nicht?
00:04:51: Und ich habe schon vier Tassen verschwände sozusagen, weil es dann immer verstopft.
00:04:57: Ich bin jetzt aber gehemmt weiter zu probieren was der richtige Malgrad ist, weil er die halbe Packung Kaffee lehrs und ich mir gar nicht probieren konnte.
00:05:05: Das ist ein bisschen traurig!
00:05:07: Okay, aber das heißt dass du da auch so...ich hab nämlich gesehen, dass du von dir gerne als Nerd
00:05:11: sprichst,...
00:05:12: ...dass du da auf jeden Fall auch so'n bisschen dich reingefuchst hast wie du's richtig machen kannst oder im Team quasi
00:05:20: Wahrscheinlich nicht so extrem wie, dass vielleicht
00:05:23: ...
00:05:25: manche Mittelalte-Männer auf Instagram tun.
00:05:27: Es gibt keinen Latteart bei uns!
00:05:30: Aber das ist grundsätzlich so, ich glaube es ist echt egal was für ein Thema und auch egal wie Nischik.
00:05:36: Ich nörde mich sehr gern rein Und hab dann da so irgendwelche Phasen.
00:05:41: und ja Dann will ich alles über das Thema wissen.
00:05:45: Das hört er noch wieder auf also je nachdem was es ist.
00:05:48: aber Ja Wenn Interesse, dann geht es immer tief.
00:05:52: Das kann man schon sagen!
00:05:54: Ja richtig cool.
00:05:56: und wir beide um jetzt mal so ein bisschen unser kennenlernen vielleicht, weil wir sehen uns ja heute zum allerersten Mal.
00:06:02: Wir sprechen uns zum ersten Mal wenn auch in digitaler Form.
00:06:06: Ich sage mal sind ja auf eine Weise in Anführungszeichen verwandt über das WISCOM-Kolleg.
00:06:11: Das kennen manche die zuhören vielleicht auch, manche vielleicht aber noch nicht.
00:06:15: Und das Wiscom-K kolleg ist quasi so ne Art ja modulares Jahresprogramm für junge KommunikatorInnen der Wissenschaftskommunikation, die beispielsweise aus der Wissenschaft selber kommen.
00:06:27: Das heißt, Wissenschaftlerinnen sind aus der institutionellen Kommunikation oder aus dem Wissenschafts-Tonalismus und das war ja oder ist eine Initiative von der Alfred-Höpfer Stiftung unter Klausen Siemernstiftungen in Kooperation mit dem Bundesverband Hochschulkommunikation Volksfangsstiftung, dem Navig und Wissenschaft im Dialog.
00:06:50: Und du bist ja aus dem zweiten Jahrgang.
00:06:53: Magst du vielleicht auch noch mal erzählen, wie das Wiskum-Kolleg für dich war?
00:06:57: Was du daraus mitgenommen hast und wie du die Zeit überhaupt wahrgenommen hast?
00:07:02: Gerne!
00:07:03: Wo fange ich an?
00:07:04: Es war auf jeden Fall ein großes Highlight im letzten Jahr für mich.
00:07:07: Ich hatte das tatsächlich auch im Jahr davor schon gesehen... Und hatte aber den Sommerurlaub schon gebucht, der wäre genau auf eine der Seminarwochen gefallen und hat mich total geärgert.
00:07:18: Und war deswegen wild entschlossen es dann beim zweiten Mal zu versuchen und das hat zum Glück auch geklappt.
00:07:24: Es war wirklich ne unfassbar bereichernde Zeit vor allem durch die Vielfalt der Menschen da... Gerade auch berufliche Vielfalt, du hast es ja gerade schon gesagt.
00:07:34: Es sind sowohl Journalistinnen als auch institutionelle KommunikatorInnen so wie ich und eben WissenschaftlerInnen selber und auch bei uns waren noch eine Illustratorin und ein Museumspädagoge dabei.
00:07:46: also wirklich ein tolles Bundesfeld von Menschen die Wissenschaftskommunikation in irgendeiner Form betreiben und da wirklich so eine gemeinsame Zeit zu haben sich so intensiv damit auseinanderzusetzen Tolle Impulse zu kriegen und eben diesen Raum für Reflexion zu haben oder auch für die Zukunft zu spinnen.
00:08:07: Und zu planen, das war wirklich sehr viel wert.
00:08:13: Ja richtig cool!
00:08:14: Ich habe mich auch sehr gefreut dass wir uns jetzt demnächst dann mal sehen.
00:08:18: ich weiß gar nicht ob du da bei den Treffen dabei sein kannst.
00:08:21: Ich freue mich auch schon sehr
00:08:25: Genau, dass wir da jetzt auch so eine kleine Community irgendwie haben von ja ich finde es immer ein bisschen schwierig vielleicht junge Generationen zu sagen weil wir auch unterschiedliche Altersgruppen trotzdem dabei haben.
00:08:35: Aber ich find das auch super wertvoll diesen Raum zu haben um gemeinsam sich Gedanken zu machen abseits vom Alltag und voneinander zu lernen was man für die eigene Kommunikation mitnehmen kann Und von das auch super bereichern.
00:08:51: Bei uns gab es eben auch ein ganz großes Potpore, sage ich mal an Menschen die aus ganz verschiedenen Positionen gekommen sind, verschiedene Eindrücke mitgebracht haben und ja... Ich glaube heute oder morgen ist auch die Bewerbungsfrist für den dritten Jahrgang.
00:09:07: da bin ich dann auch gespannt wer da alles mit an Bord kommen, sag ich mal.
00:09:13: Und werden wir dann vielleicht im nächsten Jahr
00:09:15: für das große Getogether
00:09:17: treffen?
00:09:17: Total aufregend!
00:09:18: Ja wasch, dann können wir jetzt keine Werbung mehr machen wenn es live geht.
00:09:21: Dann machen wir nochmal Werbung auf Social Media.
00:09:25: Ja absolut richtig cool
00:09:28: und...
00:09:30: Abseits der Wissenschaftskommunikation werden wir mal so schauen, was dein fachlicher Hintergrund ist.
00:09:35: Ich habe gesehen du hast in der Psychologie studiert, in Hamburg den Bachelor of Science gemacht und dann warst du auch in Maastricht, hast da einen Abstecher für den Master in Cognitive Neuroscience, das heißt auch Master of Science dann da absolviert und danach hat sich wieder zurück nach Hamburg gezogen richtig?
00:09:52: Genau!
00:09:53: Genau so war es.
00:09:54: In der biologischen Psychologie, nämlich... Und da kommt dann eine andere Gemeinsamkeit von uns beiden ins Spiel und zwar die EEG-Signale.
00:10:04: Ach tatsächlich!
00:10:05: Ja genau damit hast du dich auch intensiv auseinander gesetzt oder?
00:10:09: Ja auf jeden Fall.
00:10:10: ich habe
00:10:12: die
00:10:13: allermeisten Experimente für meine Dissertationen waren mit EEG plus Motion Tracking zum Teil Aber ich habe EEG von vorne bis hinten durch exerziert mit dem Stand vor zehn Jahren.
00:10:31: Also wenn man mich jetzt fragt, kommt nicht mehr so viel Sinnvolles bei rum aber ich hab halt auch im Bachelor schon eine EEG-Studie gemacht und dann genau im Master... Ach tatsächlich im Master!
00:10:45: Auch nur begleiten da war es eine FMT-Studio Begleitend eh, also nicht gleichzeitig.
00:10:52: Aber EEG war ein Teil davon.
00:10:53: das habe ich dann weiterhin auch durchgeführt und meine Promotion war dann wieder Fokus auf EEG aber eine andere Art der Analyse als ich es vorher gemacht hatte.
00:11:03: Ich finde das super spannend weil EEG Signale mir offene Weise eben in meiner eigenen Forschungsarbeit auch begegnet sind.
00:11:10: Und zwar habe ich ja zum Thema Datenbasierte Fehlerdiagnose geforscht.
00:11:14: Also das heißt so Prozessüberwachung, wenn technische Anlagen überwacht werden um da zu schauen.
00:11:18: okay gibt es also wird die Maschine gerade in einem Gutzustand betrieben oder ist irgendwie ein Fehler dar wie zb eine Leckage oder eine Verstopfung oder sowas damit sowas frühzeitig einfach erkannt wird und in meiner Dissertation ein neues Framework für datenbasierte Fehlerdiagnose entwickelt und zwar auf Basis von Riemannsche Geometrie.
00:11:38: Und da habe ich nämlich dann gesehen, dass Riemansche Geometry also das ist eine mathematische Methode die eben auch verwendet wird um EEG-Signale auszuwerten.
00:11:46: Dann hab ich irgendwie gesehen, okay wenn Patientin A den rechten Arm hebt oder der linken Arm dann sieht das EEG-Signal eventuell ein bisschen anders aus.
00:11:54: Dann kann das somit klassifiziert werden und das fand ich ganz spannend dass quasi die EEG Signale uns beide begrüßt haben während uns raufholt.
00:12:03: Total!
00:12:04: Ich wollte grad sagen... Das denkt man ja vielleicht bei dem... Das klingt ja erst mal nach sehr, sehr unterschiedlichen weit entfernten Feldern.
00:12:11: Aber oft ist es dann gar nicht so...
00:12:14: Nee genau das fand ich super spannend da auch diesen Transfer zu sehen und ein bisschen dann zu schauen.
00:12:18: okay was machen eigentlich die KollegInnen in der Medizin?
00:12:20: war das dann quasi?
00:12:21: oder dann auch in der Kombination mit maschinellem Lernen beispielsweise um das auszuwerten?
00:12:27: Das finde ich dann super interessant und spannend wie sich da die Wege eigentlich auch kreuzen!
00:12:31: Und dann beispielsweise auch ein Bisskom-Kolleg.
00:12:36: Und mich interessiert natürlich auch sehr, wie dein Weg dann eigentlich zur WISCOM gekommen ist.
00:12:43: Du sagst auch von dir selber du hast diesen Weg gemacht von den Neurowissenschaften und sogar auch Überbildungsarbeit hin zur Wissenschaftskommunikation.
00:12:50: Vielleicht magst du das auch noch ein bisschen umranden damit die Zuhörer einen auch wissen warum wir jetzt eigentlich über WISCO sprechen und nicht über EEG-Signale im Detail?
00:12:58: Ja, sehr gerne!
00:13:00: Tatsächlich sage ich immer, hätte ich vor zehn Jahren schon gewusst, dass man in der WISCOM arbeiten kann.
00:13:06: Dann hätte ich das sofort gemacht und bin aber gar nicht so sicher ob ich das einfach nur nicht wusste oder ob es auch einfach gar nicht viele Jobs gab und das überhaupt nicht so präsent war.
00:13:18: Also es war definitiv nicht so Präsent, das weiß ich.
00:13:21: Das hat wirklich auch in den letzten fünf Jahren an Fahrt aufgenommen was super ist.
00:13:30: Ich habe, wie viele ja auch während meiner Promotion schon Wiskom gemacht ohne tatsächlich als dieses Wort dafür zu benutzen.
00:13:37: Es war... also wir reden jetzt hier von... ...zwei-tausend zwölf dreizehn ... ist halt doch dann auch schon ein Eckchen her.
00:13:47: Und ich weiß noch genau, dass mein Promissionsbetreuer damals sagte... ... wir müssen jetzt da mal was machen!
00:13:54: Man hat ja so einen Blog, also auch Blog ist ja jetzt auch schon wieder fast antiek.
00:13:59: Wir brauchen mal so ein Blog und Twitter.
00:14:02: Also damals noch Twitter und Vertretbar.
00:14:04: Dann haben wir das gemacht.
00:14:05: Ich habe die Webseite gebaut für unsere Arbeitsgruppe.
00:14:07: Wir waren eine kleine Eminöta-Gruppe.
00:14:10: Mich hat es schon immer als Jugendliche schon... wirklich in den zweitausendern kleine Webseiten gebaut und so.
00:14:18: Das war die Zeit, wo man dann auch im MySpace mit HTML sich das irgendwie schick machen konnte.
00:14:25: So viel zum Thema Nerd.
00:14:27: einfach schon mal irgendwas mit Code.
00:14:29: Keine Ahnung aber Hauptsache irgendetwas mit Code!
00:14:32: Und genau, da habe ich damals die Webseite für die Arbeitsgruppe gemacht.
00:14:37: Block ist eigentlich ein bisschen viel gesagt.
00:14:39: Wir haben dann da gemeinsam, also die drei Doktorandinnen, in denen wir waren, Texte geschrieben über unsere Methoden und Forschungsthemen.
00:14:47: Da ist aber nicht regelmäßig was Neues erschienen.
00:14:49: Also das war dann schon eher eine statische Seite, wo aber einfach erklärt wurde, was wir machen.
00:14:53: Möglichst allgemein zugänglich so die Hoffnung.
00:14:57: Und parallel dann Twitter, da hatten wir dann von unserer Arbeitsgruppe einen gemeinsamen Account, aber außer mir ... unserem Betreuer.
00:15:08: Hat das aber keiner so wirklich bedient?
00:15:11: Mir hat es einfach schon immer gelegen, ich hatte auch sehr früh Instagram... Ja und hab da einfach mal so eine Neugierde viel neugierd!
00:15:19: Ich glaube, dass ist ein allgemeines Symptom bei Leuten in der Wiscom.
00:15:23: Sehr neugirig zu sein.
00:15:26: Genau, weil das war die Affinität und das waren so die ersten Schritte.
00:15:30: Und ich glaube das erste Mal wo ich dann auch wirklich so außerhalb was größeres gemacht habe war Gegen Ende meiner Diss gab es einen Blog, der hieß Women are Boring.
00:15:42: Den gibt es leider nicht mehr und er hieß Woman Are Boring weil so die beiden Gründerinnen das... der einer der ersten Vorschläge war, wenn man woman are googled dann kam die autovervollständigung boring.
00:15:57: Die haben gesagt ja nein alles andere als das und haben sich zur Aufgabe gemacht mit diesem block international wissenschaftlerin sichtbar zu machen komplett demübergreifend.
00:16:08: Und da hatte ich mich dann gemeldet und habe da einen längeren text über mein promotions thema geschrieben und das war wirklich so.
00:16:17: mein erstes Ja, wo ich sagen würde so das erste Ding.
00:16:21: Ich ärgere mich auch immer dass es den Klartextpreis da schon noch nicht gab.
00:16:25: Hätte ich mir jetzt eigentlich Chancen ausgerechnet aber auch da Werbung für den Klartextreis?
00:16:29: Absolut!
00:16:32: Genau und das war so das.
00:16:33: Aber ich bin raus aus der Uni, raus von der Wissenschaft.
00:16:37: Mir war vielleicht so nach der Hälfte zwei Drittel der Promotion auch klar, dass sich dann nicht bleiben möchte als Wissenschaftlerin Und habe überlegt okay was Was kann ich denn noch?
00:16:48: Das ist ja oft erst mal so ein Schritt, wenn man wirklich erstmal sich auf Wissenschaft fokussiert hat.
00:16:54: Was kann man dann machen und was kann ich jetzt eigentlich mit meinem hochspezialisierten irgendwas?
00:17:00: Und dann führten viele fast schon Zufälle zueinander.
00:17:10: Aber das, was mir Spaß gemacht hat war halt oft einfach die Studis betreuen, die Masterarbeiten betreunen, Lehre... Ich war selbst auch immer Tutorin im Studium.
00:17:21: Es war auch immer das, ja die Webseite machen und auch die Poster gestalten für unsere Konferenzen also alles so ein bisschen
00:17:28: nicht so richtig kommunikativ.
00:17:30: Genau es war irgendwie Kommunikation vielleicht!
00:17:33: Und habe aber auch ehrenamtlich seit meiner Jugend bei den Fahrt von der Innen diverse Dinge getan.
00:17:40: Aber viel war eben da eigentlich auch Teamerin Bildung im weitesten Sinne Und so bin ich Bildungsreferentin geworden bei einem Pfadfinderverband.
00:17:53: Ja, super spannend!
00:17:55: Deinen ganzen Weg und auch... Ich kann das super gut nachvollziehen was du am Anfang auch gesagt hast.
00:18:01: Ist Wiskom eigentlich ein Ding?
00:18:02: Gibt es das?
00:18:03: Und so weiter und so vor.
00:18:04: Das habe ich auch erst später irgendwie so richtig greifen können natürlich ein bisschen mit Zeit versetzt wo dann Dr.
00:18:09: Mai Thi Nguyen Kim schon irgendwie ein Ding war sag' ich mal.
00:18:12: Genau aber für mich war das auch erst gar nicht klar.
00:18:14: dass ist... Achso.. komplett irgendwie darauf fokussieren, wenn ich das gerne möchte abseits von der Forschung.
00:18:22: Genau und dann habe ich gesehen dass du natürlich jetzt also du meinst gerade raus aus der Uni aber jetzt auch eigentlich wieder in der Uni bist aber eben in einer anderen Rolle und zwar als institutionelle Kommunikatorin wie du es gerade eben auch schon gesagt hast.
00:18:37: und da wenn ich richtig weiß bist du seit zwanzig zweiundzwanzig bis zu fünfundzwanzig, also mittlerweile letztes Jahr.
00:18:44: Im Referenten gewesen beim Cluster Elements und jetzt gerade Referentin für Wissenschaftskommunikation im Bereich Naturwissenschaften an der Goethe Uni in Frankfurt.
00:18:54: Genau!
00:18:56: Ja vielleicht magst du da auch einmal ganz kurz abreißen was sind denn da eigentlich grad deine täglichen Aufgaben bevor wir dann nochmal konkreter auf ein zwei andere Projekte vielleicht eingehen?
00:19:06: Ja also täglich.
00:19:08: Mein Kollege sagt immer, unser täglich Brot sind die Pressemitteilungen.
00:19:11: Das stimmt auch!
00:19:13: Und das ist das was es sozusagen so sehr institutionell macht.
00:19:16: Das ist natürlich einfach Kernaufgabe in einem Büro für PR und Kommunikation heißt es bei uns woanders heißt es Pressestelle, Presseabteilung.
00:19:24: aber es ist einfach tatsächlich die zentrale Kommunikations der Uni und da geht's in meiner Rolle noch der von zwei anderen vor allem darum die Pressemitteilung über unsere Forschungsergebnisse, also unsere von Wissenschaftlerinnen der Goethe Uni.
00:19:42: Aber eben auch so Sachen wie Förderungen.
00:19:44: oder es gibt eine neue DFG-Gruppe oder irgendwas wurde verlängert.
00:19:47: Also das sind halt auch manchmal dann nicht so aufregende Sachen.
00:19:51: aber für mich ist immer dann aufregend wenn ein Paper kommt und es kommt von überall, halt in Naturwissenschaften in meinem Fall Ich bin gerne nerd und fuchst mich rein zu Gute, weil in der Regel weiß ich nix über das Thema was da kommt.
00:20:10: Also wenn ich Glück hab, kommt mal was aus der Neuro oder es ist irgendwie ja mittlerweile Physik.
00:20:16: Das war das mit dem Cluster, das können wir gleich nochmal sagen.
00:20:18: aber ja, ich habe jetzt diese Woche Darmigroben- und dreidimensionale Moleküle so mehr kann ich jetzt auch noch gar nicht sagen.
00:20:31: Gestern habe ich mir das eine sozusagen um die Ohren geschlagen, aber es macht auch einfach wirklich Spaß.
00:20:35: Und genau da ist natürlich der Kontakt zu den Wissenschaftlerinnen wichtig.
00:20:41: und ja also das ist so das Eine, die Pressemeldungen oder Wettmeldung, die wir dann auch wiederum für die Social Media-Kollegien vorbereiten usw.
00:20:49: und sofort, also wirklich so eine klassische institutionelle Kommunikation Was ich, das ist mir vielleicht auch noch wichtig schon ein bisschen von Hochschulkommunikation abgrenze.
00:20:58: Weil das hat ja oft einen politischen Charakter.
00:21:00: da geht es ja viel um was passiert auf dem Campus?
00:21:03: Was passiert... Vielleicht auch auf Landesebene.
00:21:07: in Hessen haben wir das Thema Hochschulparkt.
00:21:09: mit diesen Themen habe ich nichts zu tun darf mich rein auf die Wissenschaft konzentrieren was sehr schön ist und des anderes aber darüber hinaus.
00:21:20: Ja, tatsächlich Inklusion.
00:21:21: Also gerade hatten wir auch eine Götter Uni den Tag der Menschen mit Behinderung.
00:21:26: Darüber berichte ich dann halt auch mal intern und mache für einen nächsten Uni-Report was.
00:21:31: das pick' ich mir dann manchmal so ein bisschen raus beziehungsweise irgendwer muss es ja machen und dass ist natürlich schön wenn einem das Thema liegt.
00:21:38: also sind auch manchmal größere Texte fürs Hochschulmagazin zum Beispiel Und darüber hinaus ist mein Steckenpferd eben noch so ein bißchen.
00:21:47: Ich nenne es mal Wissenschaftsvermittlung im weiteren Sinne, um das so von dieser Kommunikation im sendenden Sinne abzugrenzen.
00:21:56: Dass ich auch immer wieder andere Projekte in Veranstaltung im weitesten Sinne bedeutet aber nicht dass sich die Veranstaltungen organisiere.
00:22:06: dafür haben wir ein veranstaltungsmanagement sollen da sich da bis kommen Beisteuer wenn das irgendwie Sinn macht.
00:22:11: Heißt du zum Beispiel konkret, nächsten September haben wir im Frankfurten Science Festival zum zweiten Mal und da gibt es eben auch Einzelt von der Goethe-Uni und ich darf sozusagen dieses Zelt befüllen natürlich nicht alleine aber erst mal zu schauen was kommt in dieses zelt rein?
00:22:26: Und dass wird in der Innenstadt stehen, d.h.
00:22:28: Wir haben wirklich einfach Laufpublikum jeglicher Couleur, da freue ich mich sehr drauf ja weil das ist eigentlich genauso mein Thema, dass sich das immer sehr schön und wichtig finde raus aus der Uni rein irgendwie ins Leben und nicht nur die Leute zu erreichen, die sich dann vielleicht auch eine Uni-Webseite irgendwie durchlesen oder so.
00:22:46: Ja das finde ich super cool gerade im Hinblick auf ja das Thema quasi dieses Podcasts dass wir ein bisschen schauen wollen okay wie können wir Wissenschaftskommunikation inklusiv gestalten?
00:22:57: Das ist auch gerade diesen wunderbaren Term ins Leben bringen quasi genannt.
00:23:03: und genau so hast du ja auch den sogenannten Neutronenstern ganz besonders Leben eingehaucht.
00:23:09: Und bevor wir vielleicht da auf das Format rund um den Neutronschtern eingehen, ich habe mir auf der dazugehörigen Website natürlich was dazu durchgelesen.
00:23:17: aber magst Du vielleicht noch mal für uns erklären?
00:23:20: Was ist jetzt eigentlich nochmal genau der Neutrodenstern, sodass wir eine gewisse Vorstellung davon haben?
00:23:25: Ja also gerne!
00:23:27: Alle Physikerinnen, die jetzt zuhören seid nicht zu streng mit mir.
00:23:31: Ich sage immer Neutronenstern ist sowas wie das kleine Geschwisterchen von einem schwarzen Loch.
00:23:36: Schwarze Löcher kennen die meisten zumindest vom Sehen und Anführungszeichen.
00:23:42: Und genau die entstehen ja bei einer Supernova.
00:23:46: wenn ein sehr massereicher Stern am Ende seines Lebens der explodiert oder implodiert, da geht es schon los mit Genauigkeiten und Neutronensterne entstehen ähnlich.
00:24:02: Der Unterschied ist dass der Stern vorher nicht so masserreich war und dann eben nicht sozusagen diese absurde Schwerkraft eines schwarzen Lochs entwickelt aber trotzdem enorm viel und dann entsteht ein irrsinnig kompaktes Objekt Eine kleine Kugel kann man wirklich sagen, also die sind ungefähr zwanzig Kilometer im Durchmesser.
00:24:26: Das zwanzige Kilometer klingt jetzt vielleicht nicht wenig aber für astronomische Maßstäbe ist es wirklich nix bis das winzig so.
00:24:37: und die drehen sich schnell um die eigene Achse.
00:24:41: Pulsare haben vielleicht auch manche schon mal gehört, dass ist tatsächlich auch in Form von Neutronenstern.
00:24:47: durch diese schnelle Rotation dieses starke Magnetfeld eben auch ein Signal abgibt, was man tatsächlich auf der Erde sehen beziehungsweise messen kann.
00:24:58: Also ein kleines Mastemunster!
00:25:01: Ja ich habe nämlich auch gelesen bei dir auf der Website das quasi so wenn man mal einen Zuckerwürfel großen Neutronester nehme, dass er so schwer wäre wie der Mount Everest und es ist super schwierig für mich vorzustellen.
00:25:15: Genau.
00:25:15: Ich finde das vergleichen wunderbar,
00:25:17: aber ist es irgendwie...
00:25:18: Das gewillt nicht in meinen Kopf rein?
00:25:20: Nee und da gibt's eine diverse Vergleiche mit so viel Tonnen auf so viele Zentimeter.
00:25:28: Aber genau das entbehrt jeder Vorstellungskraft weil es wie viele Dinge einfach ein bisschen absurd ist Und auch einer größten Skala die glaube ich einfach menschlich sehr schwer vorstellbar ist.
00:25:43: Okay, cool.
00:25:43: Super!
00:25:44: Ich glaube jetzt haben wir uns alle so ein bisschen Bild davon gemacht was denn eigentlich unter diesen Neutronensternen zu verstehen ist.
00:25:51: und das besonders spannende ist jetzt wo du dich auch quasi bei mir gemeldet hast dass du eben diesen Neustern als ein Format an die Menschen gebracht hast innerhalb dieses Projekts.
00:26:03: und mich würde es interessieren wie genau bist du darauf gekommen quasi dieses Format zu wählen?
00:26:09: Das ist ja ein interaktives Exponat Genau.
00:26:13: Und wer war da auch initial vielleicht die Zielgruppe?
00:26:16: Vielleicht fangen wir damit mal an, wie das so entstanden ist.
00:26:20: Die Lorbeeren ein interaktives Format zu machen, die gehen nicht an mich.
00:26:25: Ich würde sagen sie gehen hauptsächlich... An meinen Kollegen Dr.
00:26:30: Markus Bernhardt, der einfach vor mir schon an der Goethe-Univers und bei der Antragstellung des Clusters das Cluster beraten hat um vielleicht auch nochmal so eine andere Aufgabe von uns jetzt zentral zu nennen.
00:26:40: also wir helfen durchaus auch Wissenschaftlerinnen Anträge zu stellen.
00:26:43: dann mit Schwerpunkt was können sie in der Wiskon machen?
00:26:47: So war das damals auch.
00:26:49: Da wurde reingestiegen, geschrieben es soll eine Referentin für Wissenschaftskommunikation geben und neben den vielen schönen Dingen die da alle so drin standen, stand da eben auch ein Mitmachobjekt.
00:26:59: Die Idee war also insofern schon da aber noch nicht was ist wie überhaupt und wo und keine Details.
00:27:07: Aber das soll es geben Und da bin ich gestartet und habe mich tatsächlich erst mal Ausgetauscht, umgeschaut.
00:27:15: Ich war ja auch da ganz neu überhaupt in der Viscom drin.
00:27:20: Kann mir vielleicht nachher noch verraten wie ich darüber drauf gekommen bin.
00:27:22: im Endeffekt aber das war dann einfach wirklich der Austausch mit Piers.
00:27:29: Konkret Sascha von Science Birds in Frankfurt den kennt vielleicht auch manche.
00:27:33: Der ist ja Physiker kam auch von der Goethe Uni und der sagt unter anderem Mensch macht doch einen Neutronenstern, weil das die Herausforderung war dass es ein Cluster war was Astro- und Kernphysik gemacht hat.
00:27:47: Und ich gerne etwas wollte was auch beide Forschungsthemen irgendwie vereint, dass sich eben auch nicht nur so'n, ich sag jetzt mal so'nen thematischen Schwerpunkt auf dem einen habe sondern natürlich auch diesen anderen Aspekt irgendwie da reinkriege und auch mit erklären kann zumindest
00:28:05: ja
00:28:06: Gelegentlich sagen wir mal so
00:28:08: ja verstehe
00:28:09: und so kamen wir auf den Neutronen Stern.
00:28:12: Und die Zielgruppe war, wie man immer so schön sagt Die Öffentlichkeit und dann sagten immer nein das ist keine Zielgruppen dass es keine Ziel Gruppe.
00:28:23: und ich habe dann relativ schnell gesagt, okay ich möchte was haben wir es auf jeden Fall auch schon für Jugendliche funktioniert.
00:28:31: Und das soll auf Events funktionieren so wie die Highlights der Physik wo wir dann auch waren in Kiel.
00:28:38: Es wäre gut wenn es auch alleine funktioniert.
00:28:42: also dass ich nicht immer jemanden habe der es erklären muss ist aber natürlich viel schöner wenn es jemand macht und es sollte möglich zugänglich sein.
00:28:54: Und mein Hauptziel war aber vor allem auch neu direkt zu machen.
00:28:58: Was auch clashed vielleicht mit der Vorstellung von Wissenschaftlern, die dann sagen ja bei den Leuten sollen ja auf jeden Fall verstehen was das ist und dann genau ist dann meine Rolle vielleicht auch zu sagen Ja, aber ja und ich glaube der Anspruch kann gerade bei so Geschichten oder wie in The Night of Science wo einfach mal Leute einfach vorbei kommen und vielleicht mal irgendwas zwischen drei und zehn Minuten da verbringen.
00:29:24: Mein Ziel ist nicht unbedingt, dass hinterher jeder erklären kann was das ist und was da drin passiert.
00:29:28: Sondern, dass einfach Hürden abgebaut werden, dass Leute Lust auf Physik bekommen und sagen okay, das ist ja vielleicht doch irgendwie spannend oder ich verstehe ja doch etwas.
00:29:38: Oder ach, das macht ihr an der Uni also so ein bisschen eine Nahrbarkeit schaffen und eine Zugänglichkeit und nicht hinterher einen wahnsinnigen Bildungsauftrag erfüllt zu haben sozusagen.
00:29:52: Ja, super spannend.
00:29:53: Das habe ich nämlich auch gefragt in der Vorbereitung, wiefern der Neutronenstern schon Teil des Antrags war und inwieweit das ja ausgetüftet war, welche Aspekte quasi erfüllt werden sollen.
00:30:09: Denn ganz besonders was mir natürlich aufgefallen ist und worüber wir auch im Vorhinein gesprochen haben das wir heute auch noch mal Fokus drauflegen wollen ist natürlich auch das Thema Sprache an diesem Format insbesondere.
00:30:21: ich habe auf der Website gesehen die eben zu diesem Neutronenstern ja auch aufgesetzt wurde.
00:30:25: vielleicht kannst du später auch nochmal etwas dazu sagen.
00:30:28: Ich werde dir auch noch entsprechend verlinken.
00:30:31: da gibt es die deutsche Sprache Englische Sprache und auch die einfache Sprache, die eben Teil dieses Projekts geworden ist.
00:30:39: Und genau da frage ich mich was hat dich oder euch im Team motiviert jetzt zu sagen nicht nur wir nehmen jetzt nur deutsche und englische sprache sondern wir schauen auch ganz explizit darauf eine Version dabei zu haben die eben möglichst vielen Leuten dann zugänglich ist.
00:31:00: Kann schon mal verraten, dass die einfache Sprache auch erst später dazu kam.
00:31:05: Wie ich ja gerade gesagt habe wäre es schön wenn das sozusagen alleine funktioniert oder wenn Leute sich auch was durchlesen können und der deutsche unter englisch Text war von Anfang an da.
00:31:14: also man muss sich das so vorstellen Der Neutronenstern ist eine große Kugel.
00:31:20: Von hinten sieht's vielleicht ein bisschen aus wie so'n Planetenmodell.
00:31:23: Man hat aber in dem vorderen Teil einen Viertel, was aus so Silikonschichten besteht.
00:31:30: Und die kann man abnehmen und unten drunter werden diese Schichten erklärt.
00:31:36: Die Schichten sind Maßstabsgetreu und ich kann halt dann nach und nach erfahren, was da ungefähr vor sich geht.
00:31:43: Auf den Stern selber ist auch Text gedruckt würde ich ihm nachhinein auch direkt sagen der ist viel zu lang.
00:31:49: aber man macht ja Dinge auf zum ersten Mal.
00:31:54: Da eben auch, wenn man es nicht alleine macht war auch so ein Punkt.
00:31:57: Ich glaube noch ungenauer hätten wir unsere Wissenschaftler nicht durchgehen lassen sozusagen.
00:32:03: Und dazu ist eben in Touchscreen das steht auf einem ganzen Podest was das Ganze transportabel macht.
00:32:11: als ich kann das Podest quasi wenn ich das umdrehe oder abnehme und dann den unteren Teil umdreh, dann habe ich eine große Kiste die so aus dem aus der, so eine Flightcase heißt das.
00:32:24: Also was in den Flugzeugen halt auch benutzt wird.
00:32:29: Was es halt relativ in Anführungszeichen leicht macht.
00:32:33: Also eigentlich sieht es auch ein bisschen aus wie so eine, ich stelle mir das so vor wie so ne Mozartkugel also mit diesen verschiedenen Layers wo man dann einmal rein schneidet und dann hat man halt noch so eine kleine Box sage ich mal in der man das dann transportieren kann.
00:32:45: Mozartkogel trifft ist sehr gut.
00:32:47: Ich muss lachen, weil ich gar nicht weiß.
00:32:49: Ich weiß nicht ob du das mit den Pralinen gesehen hast aber wir hatten auch mal eine Pressemitteilung die hieß ... Wie hieß die denn?
00:32:56: Kosmische Schokopralinen.
00:32:57: Da ging es um... Echt?
00:32:58: Oh nein!
00:32:59: Ja, und tatsächlich muss ich ein bisschen angeben.
00:33:02: mit der Pressemitteilung haben wir auch den IDW-Preis gewonnen für eine Wissenschaftskommunikation.
00:33:08: Wow
00:33:09: das ist ja richtig
00:33:10: cool.
00:33:10: Dritter
00:33:10: Platte.
00:33:11: Ja lustig aber gut dass du diese Assoziation hast weil das stimmt genau.
00:33:15: Es gibt Neutronenstände wie Mozartkugeln aber es gibt auch welche die sind mehr Virochet ohne
00:33:20: Wärme machen
00:33:21: zu wollen.
00:33:22: Ich muss kurz noch weiter abwandern.
00:33:24: Ferreiro Rocher USA hat diese Pressemitteilung auf Instagram aufgegriffen und hat einfach eine goldene Roschekugel ins All gesetzt.
00:33:31: Und das war so mein persönliches absurdes Highlight
00:33:34: aus
00:33:34: meiner Wiskombe.
00:33:37: Das ist aber auch interessant, dass mir das jetzt gerade gar nicht in der Vorbereitung begegnet ist.
00:33:41: Das werde ich im Nachgang auf jeden Fall nochmal raussuchen und wenn ich es finde dann entsprechend auffallen.
00:33:46: Weil das ist natürlich ein Highlight.
00:33:47: Irgendwo auf meiner Website steht's auf jeden fall... Genau, aber das nur nebenbei.
00:33:54: Gerade Mozartkugel trifft es in dem Fall auch gut!
00:33:57: Wir haben die Schichten natürlich bunt gemacht, in echt keiner weiß welchen Farben sie haben.
00:34:04: Das einzige was man weiß ist dass die Oberfläche von einem Neutronenstern eigentlich eine perfekte glatte Kugel ist.
00:34:13: Genau, der Display.
00:34:15: Da waren wir!
00:34:15: Der Display ist ein Touchscreen und da kann ich eben auch nochmal so nach und nach durch diese Schichten wandern und ein bisschen mehr lesen.
00:34:23: Die Texte... genau das war auf jeden Fall natürlich eine Teamarbeit.
00:34:26: die Texte hat dann auch ne Doktorandin an der Goethe Uni gemacht zusammen mit ihrem Professor die auch noch mal natürlich viel tiefer drin sind als ich.
00:34:37: Und es war wirklich ganz viele Menschen haben da irgendwie zu beigetragen, dass das was wird.
00:34:44: Und die einfache Sprache war sowas, dass ich es erschien mir irgendwann selbstverständlich erklärt ist nicht wie ich dazu gekommen bin aber ich kann's dir gar nicht mehr so genau sagen.
00:34:56: Ich hab' das einfach öfter mitbekommen, nicht unbedingt im WISCOM-Kontext Was einfache und leichte Sprache ausmacht, habe dann eine Fortbildung gemacht.
00:35:09: Und hab tatsächlich diesen Text auch selber geschrieben... ...und aber auch in dieser Fortbildungsgruppe für Feedback freigegeben.
00:35:16: Das war ne ganz tolle Fortbildung!
00:35:17: Da mache ich gerne Werbung für.
00:35:18: das war bei der Lebenshilfe.
00:35:21: Und das war eine Online-Schulung.
00:35:23: und was die machen ist dass auch immer die das Referent in einem Team gemischt ist.
00:35:29: Und dann ist es eine Person mit Behunderung und eine ohne, und dann war eben einfach jemand dabei der auf einfache Sprach auch angewiesen ist.
00:35:36: Das war natürlich der beste Redakteur für diese Art von Aufgabe.
00:35:43: Der konnte immer also alles was wir schon geübt haben im Online-Seminar, konnte er halt völlig unverstellt und offen sagen, das verstehe ich nicht!
00:35:51: Was soll das sein?
00:35:53: Das war eine tolle Erfahrung und die einfache Sprache ist ja was, das versteht ja jeder oder die meisten.
00:36:03: Man muss es von der leichten Sprache abgrenzen.
00:36:05: dafür braucht man auch richtige Übersetzerinnen.
00:36:07: dass vielleicht auch noch nebenbei gesagt.
00:36:09: also man kann jetzt nicht mal eben loslaufen und denken ich mache ein paar Hauptsätze und gut isst.
00:36:13: Es liest sich einfach, es schreibt sich gar nicht mal so einfach wenn man so seine üblichen und dann auch noch so einen akademischen Sprecher gerne mal drauf hat das wirklich umzusetzen.
00:36:25: Aber es ist ja auch was, was es für alle zugänglich macht und das macht's ja auch für Menschen zugänglig die vielleicht nicht Deutsch als Muttersprache haben.
00:36:33: Oder auch... Ja!
00:36:36: Man muss ja keine Lernbehinderung haben um Gottes Willen, um davon zu profitieren.
00:36:40: Und das war mir eigentlich wichtig und das ist mir das, was ich immer so versuche mitzunehmen in all den Dingen, die ich so tue oder im Leben zu schauen.
00:36:50: Was kann ich denn machen?
00:36:54: Zugänglicher zu machen, in welcher Form auch immer und was es gibt so oft Möglichkeiten ist relativ leicht umzusetzen oder wenigstens mal mitzudenken.
00:37:02: Oder ja wie du sagst das stand schon im Antrag.
00:37:06: da stand nicht im Antrag aber zwar Geld von vornherein vorgesehen für Viscom allein den Schritt gibt's hier oft schon nicht.
00:37:13: Ich habe dann zwar wenn das Projekt erstmal läuft... Nicht oft irgendwie so viel Kohle zur Verfügung aber wenn ein Antrag gestellt wird kann ich halt schon relativ viele mit reinschreiben.
00:37:25: Und wenn ich Glück habe, wird es ja auch genehmigt und hab dann wiederum eine Flexibilität so was zu machen.
00:37:30: Deswegen finde ich das einfach so wichtig von Anfang an
00:37:33: mitzudenken.".
00:37:35: Ja, ich find' das super cool, dass du da sogar ne Fortbildung zugemacht hast.
00:37:40: Denn... Ich hab mich natürlich auch gefragt okay wie hat Phyllis sich jetzt eigentlich die Grundlagen, sag ich mal dazu angeeignet?
00:37:46: Weil in meiner Recherche dazu hab ich natürlich gesehen wir haben diese Unterscheidung zwischen einfacher und leichter Sprache Und mich interessiert natürlich, wie quasi diese Fortbildung in deinem Alltag auch so eingebundet war.
00:37:59: War das eine private Veranstaltung, sag ich mal?
00:38:02: Wie du für dich selber gemacht hast oder war das vielleicht auch in den Job mit eingebunden?
00:38:07: Das konnte ich tatsächlich über den Job machen.
00:38:09: Das waren damals noch die Projektzeit und das Schöne war halt auch einfach... Ich hatte relativ große Freiheit da.
00:38:19: Das war sehr schön am Fachbereich bei dem Cluster.
00:38:22: Und wenn ich irgendwie eigentlich gesagt habe, das ist irgendwie wichtig und sinnvoll, dass sich das tue für unsere Wiss kommen.
00:38:28: Dann haben die auch immer ja gesagt.
00:38:31: Den Luxus hat natürlich nicht jeder einfach überall sozusagen so gute Gelegenheiten mitzunehmen.
00:38:38: Nichtsdestotrotz würde ich dafür plädieren dann auch dazu einzusetzen weil es ist auf jeden Fall sinnvoll.
00:38:44: aber auch unabhängig von bezahlten Angeboten gibt's wirklich so viele gute Ressourcen gerade online.
00:38:53: Ich habe auch mal eine andere allgemeinere Geschichte gemacht, da weiß ich jetzt leider nicht mehr über wen oder was das lief aber ich kann es vielleicht nachliefern.
00:39:04: Da bin ich mir nämlich nicht mehr sicher.
00:39:06: Es kann auch gut sein dass das auch was kostenloses war.
00:39:09: also ich gibt einfach verschiedene Großakteuren und dann gibt's ja so viele irgendwie Lunchtalks oder Stammtische und ich hab das Thema auf Konferenzen immer Ja, angesteuert sage ich mal und war mehrfach bei Konferenzen dann auch in Sessions die sich damit auseinander gesetzt haben.
00:39:29: Und hab da auch wahnsinnig viel mitgenommen.
00:39:31: Meinst du jetzt...
00:39:34: Inklusion im Allgemeinen?
00:39:35: Sorry, sorry!
00:39:36: Einfach Sprache war diese eine Fortbildung aber auch Inklusion.
00:39:41: Jetzt kriege ich leider den Namen nicht mehr zusammen.
00:39:43: Ich kann aber auch gleich mal spicken.
00:39:44: Dann können wir kurz Pause machen weil vielleicht ist es tatsächlich ganz sinnvoll wenn's was kostenloses war.
00:39:49: Aber dann zu generell, welche Behinderungen und vor allem unsichtbare Behinderung.
00:39:54: Und was wird denn alles nicht bedacht?
00:39:56: Also das war auch etwas, das hatte ich vorher schon gemacht und bin dann auch darüber quasi für den Neutronenstern auf die einfache Sprache gekommen um da noch zu schauen.
00:40:06: okay was kann ich denn doch machen um das fertige Ding wo es vielleicht nicht von Anfang an besonders gut mitgedacht war doch ein bisschen barriereärmer zu machen?
00:40:17: Ich habe auch gesehen Ich fange mal anders an.
00:40:23: Für die leichte Sprache gibt es ja ein ganz konkretes Regelwerk und erst seit Jahrzehnteinzwanzig gibt's auf internationale Ebene für einfache Sprache auch eine Isonorm, die dann in der Dienstung für die deutsche Sprache übersetzt wurde.
00:40:38: Und eure Arbeit, wenn ich das richtig weiß, war ja auch davor angesiedelt oder?
00:40:43: Also die Einfachsprache mit des Projekte Eins aufzunehmen, oder?
00:40:48: Ja!
00:40:49: Da fragst du mich was.
00:40:49: Ich erinnere mich, dass die in der Fortbildung auf jeden Fall gesagt haben das eine, genau das eine hat Normen und es hat ganz spezielle Vorgaben.
00:40:58: und ich meine aber, das war die
00:40:59: leichte Sprache
00:41:00: und die einfache Sprache hat einfach auch Regeln Aber ist ein bisschen flexibler und daher halt leichter umzusetzen Und eben vielleicht dann auch wenn man so eine Fortbildung gehabt hat Auch schon anwendbar.
00:41:14: also das ist eben sowas wie keine Nebensätze Vielleicht auch so Trenn-Symbole bei längeren Wörtern mit mehreren Silben, kurze Sätze, Hauptwörter.
00:41:27: Genau vielleicht magst du dazu noch ein bisschen erzählen?
00:41:31: Weil ich habe natürlich versucht, die beiden Texte auf der Website zu finden sind miteinander zu vergleichen und das ist glaube ich nicht so... oder ich meine du hast diese Ausbildung oder die Fortbildung dazu gemacht.
00:41:43: Aber wie bist du da vielleicht vorgegangen, diese Übersetzung am Ende des Tages zu machen und quasi da eine gewisse oder wie hast du es dann auch noch im Nachgang auf Verständlichkeit geprügt?
00:41:55: Du hattest auch gesagt, dass die eine Person aus der Fortbildung das nochmal gegenlesen lassen.
00:42:00: Ja.
00:42:01: Also dazu muss man sagen, dass der Text, der ein einfacher Sprache auf der Webseite ist – das ist nicht die Übersetzung der deutschen und englischen Versionen sondern es ist die Üversetzung des Textes, der auf den Neutronenstern gedruckt ist.
00:42:12: Das ist nochmal eine wichtige Unterscheidung weil das was aufs deutsche Englischer steht ist quasi eine Ergänzung mit mehr Details zu dem was ich da schon habe.
00:42:20: und der Text dann einfacher sprache ist ein allgemeiner Text zu was es ein Neutrohen Stern, der eben auf das Exponat sonst gedruckte ist.
00:42:30: Und im Prinzip geht man Satz für Satz durch.
00:42:37: Ich würde sagen, der Text war ja so schon auch... War ja kein Fachtext, sondern war ja auch schon für ein Laienpublikum.
00:42:47: im weitesten Sinne ist auch immer so'n Wort gedacht.
00:42:52: Aber im Prinzip schaut man halt nur was kann ich reduzieren?
00:42:57: Ich glaube wenn du die nebeneinander legen würdest dann wird es wahrscheinlich deutlicher.
00:43:00: Es
00:43:02: steht,
00:43:03: also es sind alle Informationen enthalten erstaunlicherweise.
00:43:06: Es ist natürlich schnörkelloser aber das zwingt einen dann eben auch wirklich mal zu gucken.
00:43:12: was will ich eigentlich sagen?
00:43:14: Ja absolut!
00:43:15: Das habe ich nämlich auch gemerkt dass man so irgendwie auf eine Weise leichter einfach durch den Text kommt wenn man das selber liest und ich fahr mich auch nur dass es anfangs schon durchschimmer lassen.
00:43:25: du hast ja natürlich immer wieder den Kontakt zu den WissenschaftlerInnen.
00:43:28: Hast Du denn den einfacheren Text quasi auch nochmal mit Wissenschaftlerinnen durchgesprochen oder eher nur dann auf die Verständlichkeit prüfen lassen von der Person aus der Fortbildung.
00:43:40: Ich hatte das in der Fortbildung geteilt, also das war sozusagen eine Hausaufgabe dass wir eben mal was übersetzen und dann habe ich natürlich gedacht na dann mache ich doch direkt das wovon ich am meisten, also ich und hoffentlich vor allem einfach meistens etwas habe.
00:43:56: Ich habe das, ne?
00:43:57: Ich hab zu unseren Wissenschaftlern den Sprechern vom Projekt Mitgeteilt, dass es das gibt.
00:44:03: Ich glaube sie haben gesagt schön aber ich weiß nicht ob sich das groß angeschaut haben tatsächlich
00:44:10: Ja ich habe in der Vorbereitung auch gesehen die dann wahrscheinlich auch untergekommen in dieser Fortbildung, dass es so was gibt wie zum Beispiel ein Lesbarkeitsindex mit dem man so einen Text auf der ersten Ebene bewerten kann ob er jetzt verständlicher ist als ein anderer wo's dann irgendwie darum geht die durchschnittliche Satzlänge und den prozentuellen Anteil langer Wörter im Kontext zu setzen.
00:44:33: Und gleichsam ist natürlich nur weil da ein guter Wert rauskommt beim Index heißt das noch lange nicht.
00:44:39: oder würde ich mal intuitiv sagen, dass der Text einfach zu verstehen einen Wortschatz verwenden, der jetzt nicht so gebräuchlich aussag ich mal.
00:44:48: Welche Erfahrungen hast du damit vielleicht auch gerade bei dem schwierigen Thema Neutronensternen gemacht?
00:44:53: Da muss ich ein bisschen in meiner Erinnerung graben!
00:44:55: Es ist ja schon ein bisschen her.
00:44:56: also auch da möchte ich sagen... Ich kann jetzt die Weiterbildung nicht weitergeben.
00:44:59: Ich kann ja nicht weiterbilden nur weil ich das einmal gemacht habe.
00:45:02: Also deswegen genau da bitte mit Vorsicht genießen.
00:45:07: Klar man muss sich, also ich glaube manche Sachen manchmal muss man was extra erklären vielleicht, also dass man auch noch mal was einführt, was in dem anderen nicht vorkommt.
00:45:19: Damit
00:45:19: man den Wort benutzen kann.
00:45:21: Ich weiß gerade tatsächlich nicht ob das Wort Neutronen so vorkommt und würde aber hoffen, dass das irgendwie als ganz kleine Teilchen oder sowas erklärt ist.
00:45:30: Das würde ich jetzt intuitiv so machen.
00:45:33: Aber genau, dass man vielleicht manchmal nochmal einen Satz einschiebt – das ist übrigens das!
00:45:39: Und dann halt schaut, ne?
00:45:42: Also sowas wie Astronomisch oder so, ne?
00:45:46: Sowas kommt dann eben nicht mehr vor und kann man halt schauen.
00:45:48: okay aber kann ich vielleicht Universum hervor raussetzen.
00:45:52: Oder eben einfach Sternen oder Sonne.
00:45:56: Und ich glaube das... Ich glaub für vieles muss man ein Gefühl entwickeln und sich mit der Community austauschen bei allen dieser Dinge.
00:46:07: Das ist ja auch da nicht irgendwie one size fits all.
00:46:10: also Man kann ja nie allen gerecht werden, aber es ist besser als gar nichts zu machen.
00:46:19: Absolut und wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, finde ich diesen Text quasi auch, wenn ich jetzt das Exponat vor mir habe über den Touchscreen.
00:46:30: Das heißt, dass er dann wahrscheinlich irgendwo ausgeschildert oder so.
00:46:33: Genau!
00:46:34: Wenn man diese... Genau, wenn man der Touchscreen zeigt immer diese Seite und oben steht eben Deutsch Englisch und einfache Sprache.
00:46:44: Manchmal habe ich das auch einfach schon immer standardmäßig aufgerufen.
00:46:46: also wir waren zum Beispiel mal in einem Einkaufszentrum an dem Samstag da hab' ich einfach das aufgerufen.
00:46:52: Und wenn ich dann merke da ist jetzt jemand der hat total viele Fragen will sich total reinwuchsen Dann kann nicht alles andere Kann ich ja das andere wieder aufrufen.
00:47:00: aber ich habe es auch schon gemacht dass ich einfach Standardmäßig aufgerufen habe, weil es ist auch sehr unterschiedlich gerade, wenn man in so sehr offenen Kontexten unterwegs ist wie die Leute sich auch trauen.
00:47:12: Darauf zuzugehen oder Fragen zu stellen oder nach wie vor nicht.
00:47:17: darf man das denn anfassen.
00:47:18: viele haben ja dann auch museumsmäßig also dann auch wirklich aufzufordern dass man das machen darf und das auch stabil ist.
00:47:28: Das finde ich auch nochmal super spannend und da würde ich gerne auch noch mal reingehen.
00:47:32: Und zwar, wenn wir jetzt so in den Kontakt quasi treten mit Menschen die sich dem Neutronenstern dann nähern, sag'
00:47:37: ich immer,
00:47:38: zumindest aus dem Exponat.
00:47:41: Was hast du dafür Erfahrung gemacht?
00:47:42: Wie konntest du vielleicht ein Stück weit evaluieren?
00:47:46: Inwiefern dieser... zusätzliche Reiter mit einfacher Sprach angenommen wurde und du hattest das Eingangs auch gesagt, dadurch dass es eine Komponente gibt.
00:47:54: Der Haptik – wie haben diese Faktoren vielleicht so wechselgewirkt?
00:47:59: Weil du hast ja verschiedene Projekte schon gemacht.
00:48:02: Was kannst du über den Neutronenstern in dieser Aufmachung sagen?
00:48:09: Also ich glaube genau so dieser haptische Teil Puzzeln jetzt nicht im Sinne von ist es ein kompliziertes Puzzle, aber ich kann da irgendwie was mitmachen.
00:48:18: Das baut zumindest schon mal für viele Hürde ab.
00:48:23: Gerade kleinere Kinder haben die zum Glück auf nicht und legen da einfach los und finden es dann einfach lustig das Auseinander zu bauen wieder zusammenzubauen.
00:48:31: Was aber eben auch dazu führt dass dann die Eltern vielleicht auch einen Moment länger stehen bleiben.
00:48:37: Und es ist wirklich sehr unterschiedlich und ich habe es ja gerade schon gesagt, das kommt sehr oft in Kontext an wenn bei uns an der Uni in der Night of Science stehe, habe ich zwar ein riesengroßes Publikum aber ich habe natürlich einen durchaus wissenschaftsaffines Publikums.
00:48:52: War es sicher vielleicht nicht mit.
00:48:54: ... Physik jetzt auskennt, aber auf jeden Fall irgendwie Lust hat sich irgendwo reinzufuchsen.
00:49:00: Und das ist ein ganz anderes Erlebnis als zum Beispiel im Einkaufszentrum... Ich muss aber auch gestehen oder was heißt gestehn?
00:49:06: Das wäre ja auch schlimm wenn ich alle Arbeit alleine machen würde!
00:49:10: Ich bin ja nicht immer dabei.
00:49:11: also wir haben ganz viele unserer Doktorandinnen und haben den eben der DoktorantInnen damals bei Elements haben den halt auch betreut Was auch durchaus sinnvoll ist weil ich kann ja nicht über meine Forschung berichten Ich kann das auch erzählen, was ich über Neutronensterne angeeignet habe.
00:49:28: Aber ich finde immer noch sehr wichtig dass Forschen selbst kommunizieren weil da einfach ganz andere Zugänge auch einfach.
00:49:35: also nicht nur die wissen mehr sondern auch einfach die machen den Job und Wissenschaftlerinnen sind Menschen.
00:49:42: überraschenderweise aber so und das halt auch dieses Bild von gerade in der Physik denken Leute an Albert Einstein So, nee ich habe da irgendwie auch junge internationale Menschen.
00:49:55: Also das sind ja auch nochmal so eine andere Form der Repräsentation und es ist dann gar nicht das Ziel, dass sich da immer selber dabei steht.
00:50:04: deswegen kann ich nur von den Sachen berichten wo ich dabei war.
00:50:14: Bührerungsängste vielleicht größer, also wenn ich eben sowas wie das Einkaufszentrum habe dann kommen eher mal die Kinder und gucken und so.
00:50:22: Aber es entwickeln sich vielleicht weniger Gespräche als bei Veranstaltungen auf dem Campus oder sowas Wie die Highlights der Physik.
00:50:31: da ist es auch durchaus gemischt Und da ist so der klassische Kontrast.
00:50:37: Die Schulklassen die kommt müssen Fragen stellen.
00:50:42: Das war auch ein bisschen lustig, weil die hatten glaube ich auch irgendwelche Laufzettel.
00:50:47: Also sie sollten für den Unterricht dann irgendwie auch was berichten und haben die so Fragen gestellt.
00:50:52: Aber du hast richtig gemerkt da wird nur eine Liste innerlich abgehakt Was auch okay ist.
00:51:01: Man muss sich physisch lieben Und wenn man von der Schule irgendwo in Anführungszeichen hingeschleift wird kann ich das auch gut nachvollziehen, also no shade.
00:51:10: Aber dann trotzdem im Gegensatz zu den Leuten die dann wiederum das aufgesucht haben aktiv und sich dann da informiert haben.
00:51:22: Was würdest du sagen nochmal mit dem Blick auf diesen Aspekt der einfachen Sprache?
00:51:27: Habt ihr da irgendwie in der Evaluierung gemerkt?
00:51:30: Das wurde angenommen!
00:51:31: Kann man das evaluieren bei diesem Fall des Nortonsterns mit dem Exponat genau.
00:51:36: vielleicht Kannst du da noch ein paar Einblicke geben, wie ihr damit umgegangen seid?
00:51:40: Ja.
00:51:41: Also leider ... Aber ich hab so wenig Daten weder qualitativ oder noch qualitativ.
00:51:49: Weil ich ... Selbst wenn ich dabei wäre ja nicht unbedingt sehe was die Leute anklicken.
00:51:56: Oder würde da auch sagen ... Ja, oder selbst wenn... Ich frag ja nicht ab, so fanden sie diesen Text jetzt eingänglich.
00:52:09: Eines bis zu Sterne!
00:52:11: Genau das ist so das eine.
00:52:14: Deswegen weiß... Also kann ich leider wenig zu sagen, ich finde Evaluation unheimlich wichtig und merke aber auch selber im Alltag wie schwierig es ist.
00:52:24: Und deswegen ist es oft eher so ein anecdotischer Charakter Aber nichtsdestotrotz.
00:52:31: Den Stern gibt es ja weiter, auch wenn es das Projekt nicht mehr gibt.
00:52:35: Der ist einfach an den Fachbereich übergegangen und ist auch bald dieses Jahr wieder im Einkaufszentrum.
00:52:42: Und hat noch verschiedene Stationen weiterhin vor sich.
00:52:47: Wir sind mit verschiedenen Akteuren... Das ist jetzt nicht so spruchreif, dass ich das groß erzählen könnte.
00:52:54: Aber es gibt durchaus Ideen den auch noch mal woanders hinzubringen, wo das auch nochmal relevanter werden könnte mit der einfachen Sprache und dann kann man ja vielleicht auch nochmal Mann also Ich gezielte darauf hinweisen Dass es das gibt in dem Fall Und dass sich das eben auch in Einfachsprache das gibt überhaupt und dass ich da vielleicht im Gegensatz zu anderen wissenschaftlichen Dingen da vielleicht auch einen Zugang finde.
00:53:28: Total, ich finde es auch oder wenn ich mir selber vorstelle dann... Ich würde jetzt diesen Neutronen Sternen oder mehr dieses Exponat irgendwie zu Gemüte führen, dann würde ich sowieso auch eh alles anklicken und sicherlich auch in diesen Reiter gehen mit der einfachen Sprache um.
00:53:43: das dann einfach, weil wenn man so unterwegs ist oder auch gerade dieses Szenario mit dem Einkaufszentrum drum herum sind irgendwie ganz viele Einflüsse.
00:53:49: Dann ist es ja auch für mich selbst, wenn ich vielleicht irgendwie X-Paper auf Englisch keine Ahnung mehr im Fachbereich gelesen habe schon viel zugänglich in der einfacheren Sprache diese Inhalte konsumieren zu können und wie du schon gesagt hast super schwierig das natürlich live zu messen, weil sie jetzt keine Studie in dem Sinne ... war, wenn ich tracken könnte.
00:54:09: Irgendwie wo gehen die Augen hin oder... Genau.
00:54:13: aber das ist auf jeden Fall ja eine Inspiration für weiterführende Projekte.
00:54:20: und genau da hattest du ja auch vorhin schon gesagt dass du immer wieder versuchst das irgendwie mit einzubringen des Thema Inklusion und dass so dir auch da habe ich zumindest bisschen mit rausgehört, dass du dir wünschen würdest es auch prinzipiell mehr mitgedacht würde Wie siehst du da?
00:54:38: Ja, vielleicht bei euch die Möglichkeiten aktuell diese Themen mitzudenken.
00:54:46: Sei es jetzt zum Beispiel einfach aus Sprache, du hattest auch erzählt dass ihr jetzt für das Festival wenn ich's richtig verstanden habt ist ja auch in der Innenstadt da wieder eifrig kuratiert und euch überlegt wie er den Stand aufbauen könnt.
00:54:59: Du hast ja auch verschiedene andere Projekte schon begleitet.
00:55:03: wir spielen da vielleicht ja die Gedanken rund um Inklusion eine Rolle.
00:55:08: Hm, ja genau.
00:55:10: Ich glaube also was ich einfach wichtig finde, fände wenn das nicht noch so ein Anhängsel ist, aber wir machen das und dann ist es quasi ausgestaltet in was jetzt auch immer und dann so achja irgendwie achso ist das eigentlich ja gut es gibt einen Fahrstuhl.
00:55:32: Also nur das einmal A den Blick zu weiten dass barrierefreiheit oder zumindest barrieremut nicht nur heißt Ich komme mit einem Rollstuhl rein.
00:55:40: Das ist auch wichtig, aber das ist eben nur ein Bruchteil.
00:55:44: oder ich habe vielleicht Alltext- oder Audiodeskriptionen... Auch wichtig!
00:55:52: Also man kann halt einfach unheimlich viel machen und man kann... Manches auch im Nachgang, ne?
00:55:58: Das hab' ich ja gerade selber gesagt bei dem Exponert von den Neutronensternen, ist es eher noch so ein bisschen dazugekommen weil ich gemerkt hab', oh, ich find's eigentlich, ich finde das wichtig Wir sollten da was machen.
00:56:10: Aber ich kann halt gerade auch im universitären Kontext, das ich ja eben schon angedeutet habe, wenn ich mich für das meiste irgendwie um Fördermittel bemühen muss... Wenn ich das von Anfang an mitdenke, kann ich da auch relativ viel erreichen.
00:56:25: als.
00:56:25: ich hab zum Beispiel eine Vorlesungsreihe organisiert Und wir haben von Anfang an in den Förderantrag Gewehrdensprach DolmetscherInnen einkalkuliert und es war dann auch überhaupt kein Problem, die zu beauftragen.
00:56:41: Dann hatten wir eben für einen großen Vortrag von Harald Lesch, kann man auch verraten.
00:56:49: Hatten wir eben Gebärdensprach-Dolmetscher innen und es stellte sich raus dass er das noch nie hatte.
00:56:53: Ich denke dieser Mensch hat schon wie viele Vorträge?
00:56:56: Hat dieser Mensch bitte schon gehalten und der hat es auch noch nie!
00:57:00: Und dann dachte ich so na dann wirds aber Zeit!
00:57:03: Absolut ja!
00:57:04: Also ne und das habe ich einfach von vornherein mit reingeschrieben bei der Kinderunie haben wir's auch immer an der Goethe-Uni.
00:57:13: Aber das ist eben wieder auch, es ist eine Zielgruppe.
00:57:16: und was wir jetzt zum Beispiel für das Science Festival machen dann da werden wir z.B.
00:57:21: demnächst also das Science festival ist nicht nur die Goethee Uni das ist die sogenannte Frankfurt Alliance Das ist ein größerer Zusammenschluss aller möglichen wissenschaftlichen Institution in Frankfurt.
00:57:30: Also da sind MPIs dabei Leibniz-Zentren, alles Mögliche.
00:57:37: Und da machen wir dann im Nächst eben auch mit allen Verantwortlichen einen Workshop einfach um erst mal aufmerksam zu machen das vielleicht jetzt auch frühzeitig bevor es im September ja dann schon oder auch im Juni-Juli alles irgendwie schon wieder weniger an Stein gemeißelt ist Machen wie ein Workshop dass eben alle noch einmal so also auch draufzustoßen Das habe ich organisiert zusammen mit einer Kollegin Genau, dass wir da erst mal den Blick für öffnen.
00:58:08: Man hat hinterher nicht die perfekte barrierefreie Veranstaltung.
00:58:10: Die Illusion müssen wir uns gar nicht machen.
00:58:13: Aber da eben auch zu schauen Kann man vielleicht eine Führung in Gebärdensprache haben.
00:58:19: das gab es glaube ich auch letztes Mal.
00:58:21: Ich will jetzt nichts falsches sagen weil ich war vor zwei Jahren nicht dabei Das wurde schon auch mitgedacht.
00:58:25: Es gibt auch ne klar es gibt auch Rampen für die Zelten.
00:58:28: Es sind Zelte Dass man da gut reinkommt Und das sind aber so ein bisschen, ja manchmal die offensichtlichen Sachen vielleicht.
00:58:40: Das ist glaube ich eine neuere Entwicklung und ich weiß nicht genau wie es heißt.
00:58:43: Deswegen will ich jetzt nichts Falsches sagen.
00:58:45: Aber dass man statt Gebärdensprache auch so ne Textübersetzung hat Dass man hinten an der Leinwand den Text hat, der gesprochen wird Und das habe ich jetzt zum Beispiel auch bei uns beim Tag der Menschen mit Behinderungen gesehen.
00:58:59: Das wird dann auch tatsächlich live mitgeschrieben von zwei Personen im Wechsel, das ist nicht so nur so ein Automat wie YouTube unter Titel mal irgendwie mit KI ausgelesen und dann dümmt die Hälfte nicht.
00:59:11: Das ist dann auch recht anspruchsvoll dass natürlich auch in dem quasi Live Tempo weil es passiert ja live bei dem Video kann ich das natürlich nachträglich machen und auch korrigieren Also, dass man das als Text hat.
00:59:23: Und auch das hilft ja vielen Menschen nicht nur Gehörlosen sondern das kann ganz viele Menschen helfen die vielleicht auch so nicht so gut zuhören können.
00:59:32: Warum?
00:59:33: Auch immer!
00:59:34: Ich gehöre dazu... also dass man solche Sachen mitdenkt Ruhräume zum Beispiel.
00:59:39: Es gibt viele Sachen die lassen sich eigentlich leicht umsetzen und da profitieren einfach wahnsinnig viele Menschen davon weil Alle allermeisten Behinderungen sind tatsächlich unsichtbar.
00:59:53: Ja, ich finde es ist super inspirierend das zu gesagt.
00:59:55: hast du jetzt gerade im Vorhinein quasi schon mal so versuchst das zu organisieren und diese Gedanken mit in der Planung direkt zu berücksichtigen?
01:00:05: Das ist das eine.
01:00:07: dann habe ich auch mitgenommen dass man Dinge noch nachträglich einfügen kann wie zum Beispiel eben bei dem Experiment mit einfachen Sprache.
01:00:18: In deiner Arbeit frag ich mich auch, gibt es auch Momente wo du gemerkt hast okay du wolltest irgendwie vielleicht einen Aspekt umsetzen.
01:00:25: Das hat dann vielleicht aber doch nicht funktioniert.
01:00:27: oder Herausforderungen wo du merkst das habe ich vorher so nicht kommen sehen oder daran bin ich aber auch gewachsen?
01:00:37: Ja also ein Beispiel wo ich echt dachte oh Mist das hätte ich anders machen können war an Girls Day am Campus wie unter anderem eine Führung in die Experimentierhalle gemacht haben.
01:00:49: Und ich hatte nicht auf dem Schirm, dass es da relativ laut ist und dann hatten wir ne Teilnehmerin mit Kochliereimplantat also ein Kochlieremplantat übersetzt ja auditive Signale.
01:01:01: das ist dann nicht wie echte Sprache oder es klingt einfach anders.
01:01:06: aber es ist schon sozusagen eins zu eins der Inhalt.
01:01:09: Aber wenn denn da so hemmende Geräte irgendwas machen was die meisten Oder viele Menschen ausblenden können.
01:01:21: Das war halt für sie einfach ein enormer Pegel und sie hat Kopfschmerzen bekommen, musste die Führung abbrechen.
01:01:27: Und da dachte ich einfach ja Mist beim nächsten Girls Day schreibe ich vorher rein es kann laut sein und das ein bisschen beschreiben damit dann so was, damit die Menschen zumindest selber entscheiden können.
01:01:40: Oder ich sehe ... Habts jetzt auf dem Schirm, wenn ich das vielleicht sehe, kann ich auch vorsagen, übrigens da drin ist es laut und schon mal zumindest auch diese Exit-Strategie anzubieten.
01:01:49: Weil es erfordert, es liegt ja dann immer wieder die Verantwortung bei der Person, die es betrifft.
01:01:54: Das ist ein junges Mädchen, die muss dann auch noch sagen, ich möchte hier lieber
01:01:57: raus.".
01:01:59: Was sie sich traut überhaupt?
01:02:00: Genau!
01:02:01: Sie musste sich trauen und dann konnte sie da also ... Sie hat das A verpasst B ging's ihr schlecht ... oder andersrum.
01:02:07: Und sie musste sich... Sie musste selber für... Ich glaube, das müssen Menschen mit Behinderung ja sowieso die ganze Zeit und wenn wir einfach alle ein bisschen mehr mitdenken und für ein paar Eventualitäten... Nee, Eventualität ist voll wert im Kontext als einfach für mehr Situationen vorbereitet sind.
01:02:24: Ja!
01:02:25: Und es muss nicht die Welt kosten.
01:02:30: Es hilft ja schon einfach.
01:02:31: also... Informationen transparent zu machen, wie das?
01:02:36: Das hätte mich gar nichts gekostet.
01:02:37: Es wäre drei Minuten wenn überhaupt die ich länger in diesem Girls Day Formular verbracht hätte und das ist ja dann noch keine tolle barrierearme Lösung.
01:02:46: aber es ist zumindest schon mal auch eine form von vielleicht Wertschätzung dass sich überhaupt die information bereithabe.
01:02:55: Und das ist genau das ist was.
01:02:57: da habe ich mich.
01:02:57: dann hab ich mich echt geärgert und dachte okay das passiert mir nicht nochmal.
01:03:03: Und ja, andere Sachen sind dann auch eher an... Also vielleicht auch spannende Dinge die ich vorhatte.
01:03:11: Das sind dann, weiß ich nicht, organisatorisch gescheitert.
01:03:14: also ich wollte eigentlich immer gerne mit dem Neutronenstern in Schulen Und das aber irgendwie hinzukriegen mit Lehrplänen und PIPAPO.
01:03:24: Dann ist aber eben auch das Projekt ausgelaufen, also muss ich dazu sagen... Das ist jetzt nach wie vor möglich!
01:03:30: Kontaktfulles Now?
01:03:32: Ja genau, Hit Me Up!
01:03:36: Einfach der Prozess über den Kontakt in Schulen zu finden.
01:03:39: Viele Uni Sampartnerschulprogramme, wir hatten auch Kontakt zu einer blinden Schule.
01:03:48: Das ist, glaube ich, das ist wahrscheinlich auch keine Ausnahme.
01:03:52: Aber oft hakt es dann halt einfach eher an so organisatorischen und biokratischen Geschichten.
01:03:58: Selbst wenn der Wille schon da ist, ist nicht unbedingt zumindest ein einfacher Weg da.
01:04:04: Genau.
01:04:04: Und dann ist es halt auch, dass damit bisschen im Sand verlaufen, dass das Projekt geendet ist investieren kann, das voranzutreiben weil es jetzt quasi einfach nicht mehr zu meinen Aufgaben gehört.
01:04:17: Das muss man auch sagen.
01:04:19: aber jeder der den gern ausleihen möchte also egal ob jetzt eine Schule oder ihr habt selber eine Night of Science oder was für ein Kontext auch immer den darf man einfach ausleinen.
01:04:30: das kostet nix außer die Logistik muss man dazusagen und die Versicherung.
01:04:36: Das Gemurz hat Kugel auch, die richtigen Augen und Münder trifft
01:04:41: sozusagen.
01:04:43: Ja danke dass du das auch teilst quasi den einen Moment wo du gemerkt hast, ah das hätte ich vielleicht vorher anders mit bedenken können und ich fahr mich aus deiner Perspektive ausgehend davon oder andersrum formuliert die schon sehr intensiv mit dem Thema Inklusion beschäftigt hast und da verschiedene Aspekte schon mitdenkst.
01:05:04: Was würdest du anderen vielleicht raten, die auch eigentlich großen Interesse daran haben das noch mehr in ihre Projekte einzubinden?
01:05:13: Und dabei aufmerken wo fange ich eigentlich am besten an?
01:05:16: Es gibt eben verschiedene Hürden sei es dann eben manchmal das Thema Geld.
01:05:19: wenn wir jetzt mitten in einem Projekt sind Dann fehlen oftmals da Ressourcen Manchmal aber auch das Know-how.
01:05:25: Ein Anlass oder Ziel des Podcasts ist auch so ein bisschen zu schauen, wie fange ich eigentlich vielleicht am besten damit an?
01:05:33: Oder auch den zuhörenden eine gewisse Art von Mut zu machen.
01:05:36: Da jetzt einfach so anzufangen weil es ja auch manchmal so eine gewiss... Ja, vielleicht sagen wir einen Anfang, der sich Angst gibt, Dinge dann falsch zu machen am Anfang.
01:05:45: Was würdest
01:05:45: du
01:05:45: mit Leuten auf den Weg geben wollen?
01:05:47: Auf jeden Fall!
01:05:48: Also ich glaube die Angst falsch zu weiß ich nicht, ob man Angst haben muss.
01:05:54: Aber eine Sorge begleitet mich durchaus auch noch weil es ist ein sensibles Thema aber aus Angst hat gar nichts zu machen.
01:06:02: das war auf jeden Fall das falscheste so das kann man schon mal sagen.
01:06:06: und ne... Es ist glaube ich immer ganz viel bevor ich jetzt über Informationen rede.
01:06:15: erstens ist so Haltungsfrage wenn ich das wirklich wichtig finde und jeder sollte es wichtig finden.
01:06:19: Ich finde, das steht vielleicht auf einem anderen Blatt.
01:06:22: Aber wenn es mir anliegen ist... Da ist schon mal viel gewonnen und eben nicht über Leute reden, über Leute entscheiden sondern irgendwie für-und mit.
01:06:37: Und eben nicht zu sagen ich kann ja eh nicht allen gerecht werden und dann deshalb nichts machen.
01:06:45: Also Hauptsache ne?
01:06:47: Und wenn's dann nur in Anfangszeichen, wenn es die Rollstuhl-Rampen sind habe ich immerhin schon mal einen besseren Zugang als wenn ich das nicht habe.
01:06:57: Oder sowas wie die Alternativtexte.
01:07:01: Wenn ich auf Social Media post... Also viel Wiskom findet ja auf Social media statt!
01:07:05: Das hab' ich mir auch erst für dieses Jahr wirklich hinter die Ohren geschrieben.
01:07:09: Zumindest auf Blue Sky auf LinkedIn habe ich es ehrlich gesagt nicht gefunden, aber auf PlusGuy wenn ich da selten mal was poste dann kriegen meine Fotos jetzt auch in Alltext.
01:07:19: Also ich würde sagen als das vielleicht ein bisschen Mut macht so jeder Schritt zählt und es gibt auch nicht die richtige Stelle wo man jetzt anfangen kann weil ich kann durchaus nachvollziehen dass es gibt sehr viele Informationen in diesem großen weiten Internet da einfach zu gucken, vielleicht ein bisschen zu prüfen.
01:07:43: Was ist vielleicht auch realistisch in dem Projekt wo ich gerade bin?
01:07:46: Sei es finanziell oder sei es auch was bietet sich denn vielleicht auch an?
01:07:49: also ich muss mir das Leben nicht unnötig schwer machen so in meinem Fall.
01:07:52: einfache Sprache war tatsächlich auch eine einfache Nachrüstung sozusagen weil diese Webseite ist etwas was kann ich leicht verändern.
01:07:59: das Exponat kann ich nicht leicht ver ändern wenn überhaupt.
01:08:03: aber die Webseiten ergänzen ist ein relativ geringer Aufwand.
01:08:07: und Jetzt abgesehen von den Fortbildungskosten, in dem Fall.
01:08:12: Für Ursatz ja auch keine extra Kosten.
01:08:13: Die Website ist EDA, ob da jetzt eine Unterseite mehr ist oder nicht?
01:08:17: Also das sind so Sachen.
01:08:19: vielleicht gar nicht so perfektionistisch sein zu wollen generell im Leben sondern genau da einfach schauen was bietet sich an wo kann ich einen kleinen Schritt gehen und dann gehe ich nächstes mal ein Schritt weiter.
01:08:35: So!
01:08:35: Das kann ich sagen.
01:08:37: Hast du dich da auch mit anderen noch diesbezüglich ausgetauscht?
01:08:42: Im Umfeld ganz spezifisch in der WISCOM-Community oder vielleicht eher dann in anderen Bereichen, die eben auch rund um das Thema Inklusion arbeiten aber nicht spezifik für Wissenschaftskommunikation.
01:08:54: Also ich habe das Thema auf jeden Fall ins WISCom-Kollegen ein bisschen mitgenommen tatsächlich.
01:08:59: Wer genau hinschaut... Es gab letztes Jahr einen Post zum.
01:09:04: Ich weiß gar nicht, ob es der Abschluss war.
01:09:05: Nicht von mir!
01:09:06: Aber ich glaube, da versteckt sich eine kleine schwarz-weiße Schnecke.
01:09:11: Das ist ein Fidget-Toy und das war mir immer ein Anliegen.
01:09:14: Und das war ja auch gerade beim Biskumkolleg hier auch so'n bisschen nur der persönliche Standpunkt.
01:09:19: Gerade wenn man in einer institutionellen Rolle isst... ...ich kann ja jetzt nicht irgendeine Agenda fahren die die Uni nicht hat oder sagen, dass interessiert mich nicht.
01:09:27: Das finde ich aber so, ne?
01:09:31: etwas gebunden.
01:09:34: Und gleichzeitig ist die Uni aber eine super Ressource, also das kann ich vielleicht auch noch mal allen Menschen in Universitären oder auch anderen institutionellen Kontexten sind oder eben auch die Wissenschaftlerinnern, die das vielleicht hören.
01:09:47: Unis haben ja – ich würde doch meinen in aller Regel so was wie ein Büro für Chancengerechtigkeit und so heißt es bei uns.
01:09:54: manchmal heißt es auch Chancengleichheit irgendwie so, das haben uns.
01:10:02: Und zum Beispiel diesen Workshop den wir jetzt machen in Vorbereitung auf das Science Festival, den bekommen wir auch vom Büro für Chancengerechtigkeit.
01:10:09: und das Büro von Chancengerechtigkeit bei uns hat ein Leitfaden wie man Barriereveranstaltungen gestaltet und worauf man achten muss.
01:10:17: also da ist einfach ganz viel da und vielleicht halt auch schon direkt bei euch um die Ecke und man weiß es einfach nicht.
01:10:22: Also ich hab diesem Leit faden bis letzte Woche nicht gekannt Weil ich genau dann, so und jetzt seins Festival losgehe.
01:10:29: Übrigens wir haben einen Leitfaden, denkst du ja guck mal... Perfekt!
01:10:33: Mensch also ich glaube das glaube ich gerade an so voll Universitäten ist halt einfach.
01:10:38: es gibt so wahnsinnig viel Es gibt so viele Gremien unter Abteilungen und Dinge dass man das glaub ich oft als so einzelner Mensch in einem Fachbereich gar nicht unbedingt mitbekommt.
01:10:55: vielleicht da sogar mal gucken, weil da hat man ja im Idealfall auch direkt Ansprechpersonen, die einem weiterhelfen können.
01:11:02: Und das ist dann auch nicht irgendwie eine teure externe Beratung oder so, sondern sie sind dafür da!
01:11:06: Die freuen sich glaube ich total wenn das mehr passiert.
01:11:11: und genau also das nochmal als Ressource... Ja
01:11:18: super cool frage ich mich nämlich auch ganz häufig, wie wir da irgendwie noch mehr in den Austausch kommen.
01:11:24: Weil es sehr explizit Menschen gibt, die sich komplett mit dem Thema Inklusion und barrierefreiheit oder barrieren Abbau beschäftigen, genau wie wir alle noch ein bisschen mehr vielleicht in einen Austausche kommen können um eben im Projekten oder also sei es jetzt in einem Externat, wie du es gesagt hast oder dann eben live Veranstaltungen da alle voneinander mehr quasi zu lernen und Feedback zu bekommen, genau um barrieren abzubauen.
01:11:56: Ja genau du hattest ja auch noch gefragt wo ich mich sonst ausgetauscht habe?
01:11:59: Und das hatte ich ja vorhin auch schon mal kurz angesprochen die verschiedenen Sessions auf Konferenzen.
01:12:05: also wirklich eine wahnsinnig tolle Konferenz im englischen Sprach im Englischspraching-Raum ist die Exide Das ist eigentlich Fokus auf Science Center und Museen.
01:12:13: Also jetzt als Uni Sieht man sich, oder als Uni-Mitarbeiterin sieht man sich da vielleicht gar nicht unbedingt.
01:12:21: Aber das ist eine wahnsinnig tolle vielseitige inspirierende Konferenz und da habe ich eben einfach in diesen Sessions auch Dinge kennengelernt die wirklich auch leicht umzusetzen sind.
01:12:35: also mein Lieblingsbeispiel sind da die sogenannten Sensory Bags.
01:12:40: Ich hab noch keine gute deutsche Übersetzung gefunden.
01:12:45: Aber im Prinzip sind es wirklich einfach Taschen oder Beutel oder Kisten, je nachdem wo man ist oder wie sie es umsetzen lässt.
01:12:53: aber es geht darum dass man einfach verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung stellt.
01:12:57: für neurodivergente Menschen heißt da können sowas wie besagte Fidget Toys drin sein, da können Gehörschutz drin sein Da kann auch so Kommunikationskarten drin sein wenn Menschen dann Schwierigkeiten haben Genau, eben was anzusprechen oder überhaupt auch Sachen auszusprechen.
01:13:18: Eben wegen aus diversen Gründen und dann ist da einfach so etwas drauf wie ich brauche eine Pause oder wo es die Toilette oder manchmal auch mit Symbolen oder Worten je nach Alter das kann man ja ganz früh anfangen oder ja auch so kleine... Ringe wie dieser hier, das hilft jetzt.
01:13:39: Ich halte ihn in die Kamera aber es ist schon... Auch die haben einen Namen den ich jetzt vergessen habe.
01:13:45: Ist das nicht so eine Atmassagering
01:13:46: oder so?
01:13:46: Genau!
01:13:47: Es ist so ne Atmassagering und mir fällt jetzt nur der Markenname ein, aber das gibt es auf jeden Fall auch günstiger.
01:13:53: Ich mach jetzt keine alte Werbung.
01:13:56: Aber da können wir ja vielleicht in den Show Notes einfach verlinken zu diesen Sensory-Bags weil das ist wirklich in der Anschaffung überschaubar und dann habe ich das einmal.
01:14:10: Und wo wir gerade oder auch schon die unsichtbaren Behinderungen angesprochen haben, ist es einfach ein großer Gewinn wenn man da den Menschen entgegen kommt und es zu einer Selbstverständlichkeit macht und die nicht immer so hart für sich selber einstehen müssen.
01:14:33: Gerade diese kleinen Ringe, die kriegt man auch wirklich in großen Mengen günstig.
01:14:38: Und selbst wenn ich ... Selbst wenn ich einfach nur ein bisschen gestresst bin... Das ist auch so, glaube ich!
01:14:50: Also das ist doch auch so nett oder Menschen entdecken das und sei es ja gar nicht... Teil finde ich es ja auch immer.
01:14:58: Es ist natürlich der wichtige Teil, es zugänglich für alle Menschen zu machen.
01:15:01: Aber es ist immer auch ein Punkt wenn ich wirklich sichtbar diese ganzen Unterstützungen habe dass Leute denken ach das gehört dazu um so von diesem ich nenn's mal Platt Extrawurst-Ding runterzukommen sondern jedes Mal wenn ich ja durch so eine Maßnahme die Barriere sichtbaren mache wird die Barrière für viele Leute die diese Barrieren nicht wahrnehmen sichtba logischerweise.
01:15:25: Und deswegen hat ja auch viel mit Repräsentation zu tun und ich glaube, das ist eben auch ein wichtiger Schritt.
01:15:32: einfach gerade wenn es so große Sachen sind oder jenseits ebenso unserer, ich sag mal Bubbles & Communities wo Menschen jetzt wie du und ich da einfach auch sehr ein großes Bewusstsein für haben dass das einfach in der Regel nicht unbedingt vorausgesetzt werden kann.
01:15:51: Und je mehr ich mache, desto mehr habe ich auch einfach eine Normalisierung und kann dafür ja auch ein bisschen so ein Advokatin sein.
01:16:03: Ja total gerade auch das Stichwort Normalisierung, das finde ich an der Stelle super wichtig.
01:16:07: dass Menschen dann quasi dadurch nicht noch mit Bezug auf die Extrawurst, dass Leute da nicht irgendwie noch weiter stigmatisiert werden weil sie dann eben so hervorstechen sage ich mal okay die brauchen jetzt noch irgendwie XY sondern es heißt einfach Alle Menschen sind irgendwie Teil von dieser Gruppe.
01:16:23: Sowieso, wie du auch vorhin gesagt hast, so viele Sachen sind irgendwie unsichtbar.
01:16:27: Genau dass wir da einfach ja mit
01:16:29: Awareness
01:16:30: und einer gewissen Zärtlichkeit auch an diese Themen rangehen können.
01:16:34: Super cool!
01:16:37: Ja, hast Du vielleicht noch ein, zwei letzte Gedanken die Du unter diesen Aspekten mit in die Wiscom-Bubble geben wollen würdest?
01:16:47: Stand heute.
01:16:50: Schwierige letzte Worte.
01:16:52: Das ist noch nicht das Letzte, keinem
01:16:53: soll.
01:16:54: Ja, krosser Dank!
01:16:55: Dann mindert ein bisschen den Druck irgendwas Suchtrahmen sagen zu müssen.
01:16:59: Ich glaube was du gerade als Zärtlichkeit benannt hast sind diese Kindness also so einen Wohlwollen.
01:17:10: Was mich wirklich beschäftigt... da vor allem aber auch generell, wenn es in irgendeiner Form um Minderheiten geht.
01:17:22: In welcher Dimension auch immer so dieser irgendwie.
01:17:25: oft finde ich explizit oder implizit eine Haltung von mir wird was weggenommen und das finde ich unfassbar schade weil so dass ist nicht so.
01:17:38: oder vielleicht ist es für manche Menschen ein bisschen so.
01:17:43: Wie fair wäre das, wenn manche Menschen sich vielleicht ein bisschen einschränken müssen um ganz viele andere große Einschränkungen weniger schwierig zu machen?
01:17:59: Ja.
01:17:59: Total das was du gerade gesagt hast gilt ja auch so ich sag mal für das allgemeine Leben wenn man es mal nennen kann und das lässt sich dann immer wieder auf verschiedene Aspekte oder Realitäten runterbrechen, je nachdem welchem Raum wir sind.
01:18:13: Sei es ein Viskom-Raum, sei es irgendwie der Raum mit Nachbarinnen den wir gemeinsam gestalten und so weiter.
01:18:20: Genau weil natürlich durch inklusivere Viskommen auch nicht alles quasi aufgebrochen werden kann aber das sicherlich ein wichtiger und wesentlicher Aspekt ist gerade wenn er vielleicht auch von einer institutionellen Perspektive kommt.
01:18:32: wie können wir da irgendwie aktiv sein?
01:18:35: Genau, ich fand es super interessant mit dir darüber zu sprechen aus der Praxis Phyllis.
01:18:40: Dass du da verschiedene Aspekte mit eingebracht hast und das so aufgezeichnet hast wie du vielleicht erstmal zur Wiskung gekommen bist aber was du auch noch darüber hinaus gemacht hast um wieder dann alles jetzt in deine Arbeit einfließt.
01:18:53: Und ich habe immer am Ende eine Frage die da nicht mehr ganz wiskum bezogen ist.
01:19:01: Trotzdem vielleicht auch ein bisschen was über dich sagt, das finde ich immer ganz interessant.
01:19:05: Und zwar stell dir mal vor wir machen jetzt ein großes Potluck-Event also potluck ist ja quasi so ein Zusammenkommen wo Menschen dann ein eigenes Gericht vielleicht mitbringen die sie können oder möchten.
01:19:16: und stell dir einmal vor wir würden uns jetzt mit der viscom Community treffen ein ganz großes Event abseits all der ganzen Konferenzen usw.. Was würdest du da für das Buffet mitbringen?
01:19:27: Was wäre so das typische Filisgericht oder der Snack, die ich nun da...
01:19:32: Danke, dass du den Snack schon anbietest.
01:19:35: Ich kann da ja ja zwei Antworten geben.
01:19:37: Ja gerne!
01:19:39: Also realistisch wär's wahrscheinlich ein Snack.
01:19:45: oder also es gibt die Variante was sich vielleicht gern mitbringen würde und was ich tatsächlich gerne koche Genau einmal im Jahr ist ein Gericht mit Rosenkohl, scheidet ja auch gerne mal die Geister.
01:20:05: Das ist mit Maronen und Rosenkohl in so einer Sahnesauce mit ein bisschen Zitrone.
01:20:11: Das kann man mit Bandnudeln oder mit Klößen essen.
01:20:16: Realistisch koche ich so gut wie gar nicht.
01:20:20: das macht eigentlich immer mein Partner viel mit Mental-Load zu tun, um auch so einen Begriff zu dropen am Ende.
01:20:29: Wenn ich weiß was es ist kann's einfach gerne googeln.
01:20:33: und wenn tatsächlich, wenn so realistisch solche Sachen stattfinden, was in unserem Fall oft dann mal eher so schulfest Hort irgendwas geschichten sind, Geschichte sind, dann mache ich ausgerechnet diese Woche ein sehr simplen Nudelsalat Oder ich bringe Baguette mit.
01:20:55: Wenn es irgendwas mit Grillen ist, bin ich sehr schnell mit Baguett auf der Liste bevor mir jemand das Baguetteschnappt.
01:21:03: Alles klar!
01:21:04: Ja ich mein wir würden das Event natürlich auch im Sommer gerne machen wenn wir dann draußen sein können.
01:21:10: da wird sicherlich auch gegrillt.
01:21:12: Das ist gut Ja, super cool.
01:21:15: Dann erwarten wir deinen Baguette und vielleicht aber auch können wir dann gemeinsam kochen das Rezept mit dem Rosenkohl.
01:21:21: Das klingt nämlich doch auch sehr lecker.
01:21:24: Phyllis ich danke dir ganz herzlich dass du dir heute die Zeit genommen hast hier mit mir über Wissenschaftskommunikationen und die Aspekte von Inklusion auch zu sprechen die du sogar umgesetzt hast und deine Gedanken mit uns teilen worauf ihr vielleicht achten könnt Wissenschaftskommunikation zugänglicher zu machen.
01:21:44: Und jetzt ist natürlich auch die spannende Frage, nachdem Leute hier zugehört haben wie finden wir dich denn?
01:21:49: Wenn man sich mit der Austausche möchte zum Beispiel um das Exponat auszuleihen oder nochmal zu schauen Wie war es noch mal mit dieser Fortbildung so einfacher Sprache oder generell zu hören als institutionelle Kommunikatoren da vielleicht noch mehr in den Austausch zu gehen?
01:22:07: Also ich bin sehr leicht dank meines außergewöhnlichen Namen zu finden im Internet.
01:22:14: Gerne immer LinkedIn, das funktioniert sehr gut.
01:22:18: Ansonsten auch tatsächlich einfach per E-Mail.
01:22:22: Meine berufliche Adresse ist maniaetuni-frankfurt.de und die andere steht auf meiner Website... Sie fällt mir gerade nicht ein!
01:22:31: Ich habe natürlich eine private, aber da steht noch ne andere.
01:22:34: Gerne nachgucken.
01:22:36: Die Website ist auch tatsächlich einfach philismania.de und wie man meinen Namen schreibt, kann man bestimmt den Show Notes entnehmen.
01:22:45: Ja auf jeden Fall!
01:22:47: Genau ich bin ansonsten auch auf Blue Sky aber nicht so viel.
01:22:55: Aber gerne
01:22:57: Ja, super.
01:22:58: Genau die ganzen Infos werde ich dann auf jeden Fall auch noch mal verlinken.
01:23:01: Schaut euch auf jeden fall gerne die Website an!
01:23:03: Ich fand das sehr unterhaltsam und schön illustriert.
01:23:09: Danke noch einmal Phyllis.
01:23:10: und wir sehen uns spätestens im März, zwanzig sechsundzwanzig.
01:23:15: Wir sehen uns ganz bald.
01:23:17: Ist es nicht sogar schon in Febroa?
01:23:19: Stimmt, da bist du dabei.
01:23:22: Ja, andersrum.
01:23:24: Wir haben gar nicht über das gleiche Event geredet.
01:23:25: Das klären wir jetzt gleich noch!
01:23:28: Wir haben nicht über dasselbe geredelt.
01:23:31: Aber ich hab auf jeden Fall zu danken.
01:23:33: Vielen Dank für die Einladung.
01:23:34: Es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ja, ich freu mich einfach sehr wenn wir dieses wichtige Thema mehr unter die Leute und in unsere Community kriegen.
01:23:44: Ja super cool danke dir Phyllis.
01:23:47: Danke schön
01:23:52: Das war Potluck der Perspektiven mit Dr.
01:23:55: Phyllis Mania.
01:23:57: Wir haben heute unter anderem über einfache Sprache geredet, wie Phyllises Übersetzen in einfacher Sprach gelernt und für ein mobiles und interaktives Format den Neutronenstern umgesetzt hat.
01:24:09: Sie zeigt damit dass man bei Formaten mit digitaler Komponente an der Barriere auch nachträglich durch die Ergänzung von Erklärungen in einfache Sprache noch verringern kann.
01:24:20: Für die ersten Schritte hin zu inklusiver Wissenschaftskommunikation, rät sie dazu an der eigenen
01:24:25: Institution
01:24:26: zu schauen welche Leitfäden zu mehr Inklusion eventuell schon existieren und mit entsprechenden Stellen bei der Formatentwicklung oder im Idealfall bereits bei der Antragstellung in Kontakt zu treten.
01:24:39: Außerdem sind kleine Schritte wichtiger als alle Herausforderungen auf einmal lösen zu wollen!
01:24:46: Wenn ihr euch mit Filles austauschen oder den Neutronensternen ausleihen möchtet dann findet ihr die Kontaktdaten und ihre Website in den Show-Notes.
01:24:54: Dort habe ich auch die Hinweise auf Fortbildungen zu einfacher Sprache, um die Sensorybergs verlinkt.
01:25:01: Falls Ihr auch in der Wissenschaftskommunikation tätig seid – und dabei Inklusion und Gerechtigkeit wichtige Säulen bei der Ausgestaltung sind oder Ihr aus einer machtkritischen Perspektive auf Wissenschaftskommenikation blickt und Eure Perspektiven teilen wollt, bräuchte mich sehr wenn Ihr Euch per Mail an.
01:25:26: Die Transformation hin zu Realitäten, die inklusiv und gerecht sind braucht uns alle.
01:25:44: Und deswegen freue ich mich sehr über Feedback, Fragen und Anregungen und eure Impulse.
01:25:50: Danke fürs Zuhören!
01:25:51: Bis zum nächsten Mal bei Potluck der Perspektiven.
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